Ein Spielplatz voller Geschichte(n)

Von: kel
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Gute Laune trotz Regen verbreitete das Veranstaltungsteam um Spielplatzpate Willi Toussaint (vorne knieend) beim Fest zum 25-jährigen Bestehen des Spielplatzes an der Erk. Foto: Axel Keldenich

Rölsdorf. „Das ist schade, schreckt uns aber nicht“, war die einhellige Meinung aller Helfer, die sich bei Dauerregen daran machten, alles für das „Silber-Jubiläum“ des Spielplatzes an der Erk vorzubereiten. Mittendrin wie immer Spielplatzpate Willi Toussaint.

Auch er hatte Grund zum Feiern, denn er war schon dabei, als der Spielplatz vor 25 Jahren vom damaligen Bürgermeister Josef Vosen eingeweiht wurde. „Er hat mich dazu gebracht, die Patenschaft über den Platz zu übernehmen.“ Schließlich hatte er sich schon vorher fünf Jahre lang um den dortigen Bolzplatz gekümmert, auf dem es ein Tor und ein „Kotzkarussell“ gab, wie Toussaint in der Sprache der Kinder berichtet.

Inzwischen gibt es in Düren zahlreiche Spielplatzpaten, davon allein vier in Rölsdorf. Seitens der Verwaltung werden die Plätze vom Spielpädagogischen Dienst bei der Stadt betreut. „Dort sitzen unsere Ansprechpartner“, berichtet Toussaint. „Wenn hier etwas zu flicken ist oder Unterhaltung der Geräte ansteht, übernimmt das der Dürener Service Betrieb. Da kann man auch schon einmal auf kurzem Wege anrufen, dann wird uns schnell geholfen“, lobt der Pate sowohl die Leute im Rathaus als auch beim DSB. Außerdem gibt es etwa zwei Mal pro Jahr einen Erfahrungsaustausch unter allen Paten.

Von allen geduzt

Toussaint selbst macht regelmäßig seine Kontrollgänge und erhält mitunter Hinweise. Sei es, dass Kinder kommen und sagen: „Willi, da ist was nicht in Ordnung“ oder dass Nachbarn etwas auffällt. Geduzt wird er von allen. Und bei den traditionellen Spielplatzfesten, die früher sogar über zwei Tage gingen, muss er nicht lange nach Mitstreitern suchen. Die findet er auch bei den Ortsvereinen. So hat die Maigesellschaft gerade den Betrieb des Pavillons übernommen. Aber auch mit den Kindern wurde schon angepackt, als es galt, Holzgeräte zu streichen.

Wenn Toussaint an vergangene Feste zurückdenkt, fallen ihm zwei immer wieder ein. Beim ersten haben er und seine Mitstreiter ein Fußballturnier für Kinder unter sechs Jahren organisiert. Zu diesem „Pampers-Turnier“ strömten die Jüngsten aus der ganzen Stadt samt Eltern, Geschwistern und Großeltern. „Da haben wir unseren Teilnehmerrekord aufgestellt.“ Die zweite Event-Idee war ein „Kuhfladen-Roulette“, bei dem man darauf wetten konnte, in welchem Feld ein Rindvieh seinen ersten Haufen setzte.

„Und bei uns ist ein Spielplatz nicht unbedingt nur für Kinder da“, berichtet der Pate. Es wurden schon Geburtstage und Nachbarschaftsfeste veranstaltet, erst vor kurzem hat ein türkisches Paar hier seine Hochzeit gefeiert. Da war das Wetter besser als beim Jubiläum. Aber auch in dem Punkt gab es in Rölsdorf schon Schlimmeres.

Vor einigen Jahren schüttete es derart, dass niemand vor die Tür ging. Also nahm sich das Organisationsteam am Abend das eingekaufte Grillgut, klapperte die gesamte Nachbarschaft ab und verschenkte Koteletts, Würstchen und Burger.

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