Ein Seniorenquartier mit großem Park für 25 Millionen

Von: Jörg Abels
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Die Gebäude des ehemaligen Sägewerks „Am Wingert“ werden in den kommenden Tagen abgerissen. Foto: Abels

Gürzenich. Gut fünf Wochen ist es her, da präsentierte die „Gut-Köttenich“-Gruppe ihre Vorstellungen für ein seniorengerechtes Wohnquartier auf dem brachliegenden Gelände des ehemaligen Sägewerks „Am Wingert“ im Stadtentwicklungsausschuss. Und obwohl das 25-Millionen-Euro-Projekt erst Anfang 2018 bezugsfertig sein wird, ist die Nachfrage vor allem nach den betreuten Wohnungen schon jetzt groß.

Das erklärte Unternehmenssprecherin Birgit Strack am Montag im Rathaus. Mit Blick auf den demografischen Wandel und die älter werdende Gesellschaft sei es aus stadtplanerischer Sicht vor allem in einem Stadtteil wie Gürzenich wichtig, attraktive Wohnmöglichkeiten für ältere Bürger zu schaffen, die verschiedene Bedürfnisse abdecken, betont Bürgermeister Paul Larue (CDU). Und genau das hat die „Gut-Köttenich-Gruppe“ des Aldenhoveners Raoul Pöhler vor. Daher begrüßt Larue das Engagement ausdrücklich. Er spricht von einem wichtigen Entwicklungsschritt für Gürzenich und ganz Düren.

Auf dem 11.900 Quadratmeter großen Gelände sollen rund um eine großzügige und für Jedermann offene Parkanlage verschiedene Angebote miteinander vernetzt werden, die sich nahtlos in das Straßenbild einfügen, erklärt Architekt Rainer Graßmann. Ähnliche Konzepte hat die Gruppe bereits in Alsdorf und Elsdorf umgesetzt. Im südlichen und westlichen Bereich sollen zehn barrierefreie Bungalows entstehen, frei stehend oder als Doppelhaushälfte.

Im östlichen Bereich ist ein zwei- bis dreigeschossiges Gebäude für betreutes Wohnen (24 bis 30 Einheiten), deren genauer Zuschnitt noch festgelegt werden muss. Herzstück des Quartiers ist die stationäre Pflegeeinrichtung mit 80 Pflegeplätzen in sieben Wohngruppen, einer Intensiv-Pflegestation, einem Therapiezentrum und einer Gastronomie mit barrierefreiem Veranstaltungsraum, die öffentlich zugänglich ist und auch für Familienfeiern oder Vereinstreffen genutzt werden kann.

Denn eines wollen die Betreiber des Seniorenquartiers nicht: sich von der Umgebung abschotten, im Gegenteil. „Wir wollen, dass unser Quartier mit dem Park von den Gürzenichern angenommen wird“, betont Birgit Strack. Komplettiert werden soll das künftige Serviceangebot der „Gut-Köttenich-Gruppe“ in Gürzenich mit einem Service „Essen auf Rädern“ und einem ambulanten Pflegedienst. Insgesamt sollen rund 150 neue Arbeitsplätze in Gürzenich entstehen, kündigt Pöhler an.

Erschlossen wird das Areal über zwei Erschließungsstraßen, die vom Wingert und vom Laverweg abzweigen. Auf Wunsch des Amtes für Stadtentwicklung werden die Erschließungsstraßen so angelegt, dass auch eine östliche Erweiterung des Quartiers möglich wäre, sollten die Besitzer der angrenzenden Häuser „Am Wingert“ und der Gürzenicher Straße einmal ihre tiefen Gartengrundstücke verkaufen wollen. Dies sei aber lediglich eine Option. Niemand werde gezwungen, sich von seinem Garten zu trennen, betonen die Investoren. Für die benötigten Parkplätze will der Betreiber auf dem Gelände sorgen.

Schon in den kommenden Wochen soll der Abriss der noch bestehenden Sägewerk-Gebäude beginnen. Die Anwohner werden mit einem Flyer informiert, kündigt Birgit Strack an.

Sollte der Stadtrat im Dezember den Bebauungsplan genehmigen – derzeit läuft die Offenlage mit der Chance Anregungen und Bedenken einzubringen – würde die „Gut-Köttenich-Gruppe Januar 2017 mit dem Bau beginnen. Die Fertigstellung der verschiedenen Gebäude und der Einzug der ersten Bewohner sind nach Angaben von Raoul Pöhler für das erste Quartal 2018 vorgesehen.

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