Simonskall - Ein schöner Ort für einen Mord

Ein schöner Ort für einen Mord

Von: Bruno Elberfeld
Letzte Aktualisierung:
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Bruno Linzenich (v.l.), Krimiautor Arnold Küsters, Bürgermeister Axel Buch und Peter von Agris im Burggehöft von Simonskall, wo die Lesung am 9. September stattfinden soll. Foto: Elberfeld

Simonskall. Nur wenigen Menschen ist Simonskall über die Grenzen des Kreises hinaus ein Begriff. Den Hürtgenwald hingegen kennt man wegen seiner dramatischen Rolle in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs weit über die Region hinaus.

Das Krimifestival Criminale wird am 9. September September zum ersten Mal in der Nordeifel Station machen, dabei wird der idyllische, kleine Ort Simonskall in der Gemeinde Hürtgenwald eine große Rolle spielen. Dabei will Krimiautor Arnold Küsters aus Mönchengladbach in dem Ort an der Kall eine Kurzgeschichte mit mörderischem Hintergrund spielen lassen will.

Küsters ist zu Recherchezwecken schon in dem Eifeldörfchen unterwegs gewesen, um sich Eindrücke vom Ort zu verschaffen, an dem die fiktive Bluttat geschehen soll. Er hat mit den Leuten gesprochen, ihre Art kennengelernt und herausgerfunden, „ob da jemand eine Leiche im Keller hat”. Abgabetermin für das Manuskript ist Ende dieses Monats, es gibt also keine Zeit mehr zu verlieren. Arnold Küsters wird die spannenden Zeilen um Mord und Totschlag in der Eifel am 9. September im Burggehöft von Simonskall lesen.

„Wir, meine Autorenkollegen und ich, freuen uns auf die Nordeifel”, sagte Küsters.Ê „Ich denke”, sagt der Schriftsteller, „dass es keinen schöneren Ort für einen Mord gibt als Simonskall.” Küsters Geschichte wird in der Gegenwart spielen. Namen der vorkommenden Personen werden natürlich frei erfunden, müssen aber zum Ort und seiner Umgebung passen.

170 Autoren werden während der Criminale parallel an fünf Tagen lesen - darunter eigene Texte und Lesungen aus einer Krimi-Anthologie. Stattfinden wird das festival vom 8. bis 12. September an ausgesuchten Orten der Nordeifel. Gäste haben Gelegenheit, in Workshops zu lernen, wie Krimiautoren arbeiten. Die Criminale wird Jahr für Jahr vom so genannten „Syndikat” veranstaltet, dem im deutschsprachigen Raum in Mitteleuropa 600 Autoren angehören.

Bürgermeister Axel Buch und seine Mitstreiter in der Organisation, Peter von Agris und Bruno Linzenich, sind stolz, dass neben Simonskall auch Bergstein für Lesungen vorgesehen ist. „Simonskall wird im Herbst zum Nabel der Krimiliteratur in Deutschland”, sagt Buch. Und Hotelier Peter von Agris ist überzeugt, dass der Tourismus durch diese Veranstaltung Auftrieb erhalten werde.

Wo letztlich die Leiche in Simonskall gefunden wird und wer für die Tat verantwortlich ist, kann oder will Autor Küsters noch nicht verraten. Ideen hat er jedenfalls genug.
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