Ein Ringer für Merkens Zukunft

Von: Sebastian Adriany
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Ringer Dominik Bauer hat für den RC Merken seit der Rückrunde die Gegner im Griff und entscheidend mit dazu beigetragen, dass sein Club in der Bundesliga verbleiben kann. Foto: Sebastian Adriany

Merken. In den vergangenen drei Wochen hat Dominik Bauer, 66 Kilogramm, griechisch-römisch Ringer des RC Merken, in der 2. Bundesliga West für Furore gesorgt.

Mit zwei Schultersiegen und einem weiteren Punktsieg avancierte er zum Matchwinner der Merkener, die auch dank seiner Siege aktuell auf dem sechsten Platz rangieren und zum wiederholten Male den Klassenerhalt geschafft haben. Dabei hat der 18-jährige Bauer in der Hinrunde nur einen Kampf ohne Gegner gewonnen. „Ich habe in der Hinrunde viel Lehrgeld gezahlt, aber je mehr Kämpfe ich gerungen habe, desto besser wird meine Leistung“, so der junge Athlet, der aktuell sein Abitur macht und später vielleicht einmal beruflich in den Bereich Sportmanagement wechseln möchte.

Logische Konsequenz

Sein Trainer in Merken, Tim Nettekoven, ist positiv überrascht über die Entwicklung des jungen Neuzugangs: „Nicht nur, dass er jetzt die Kämpfe gewinnt überrascht, sondern auch mit welchen verschiedenen Techniken und Griffen er agiert. So eine Entwicklung habe ich in meiner Trainerkarriere noch nicht gesehen.“ Für Bauer, der aus Fahrenbach in Nordbaden stammt, war es eine logische Konsequenz, mit dem Ringen anzufangen: „Ich habe mit fünf Jahren einen Kampf meines Vaters auf Videokassette gesehen. Eine Woche später bin ich dann mit zum Training gegangen.“

Von da an war er schon immer einer der Besten in der Jugend. Bis 2011, damals noch als Freistiler, nahm er mehrfach an Deutschen Jugendmeisterschaften teil, wurde mit dem RSC Laudenbach dritter Deutscher Schülermeister. Ein frühes Ausscheiden bei der DM 2011 führte zu einem Umdenken: „Ich war bereits nach drei Kämpfen raus. Danach wollte ich unbedingt griechisch-römisch ringen.“ Eine Bronzemedaille im Jahr darauf bei den nationalen Meisterschaften bestätigte ihn in seinem Unterfangen.

Bereits damals war der RC Merken auf ihn aufmerksam geworden. Gerade frisch von der Oberliga in die 2. Bundesliga aufgestiegen, buhlten die Merkener noch vergebens um ihn: „Ich war erst 15 und es war zudem mein erstes Oberligajahr in Fahrenbach. Es war noch zu früh. Zwei Jahre später, im Frühjahr 2016 – Merken befand sich in der Kaderplanung für die dritte Bundesligasaison in Folge – wurde Bauer erneut angefragt: „Ich habe pro Oberligasaison nur ein bis zwei Kämpfe verloren und wollte mich weiterentwickeln. Es war mein erstes Bundesligaangebot und das habe ich angenommen.“ Woche für Woche fährt er mit Teamkollege Scott Gottschling, der unweit des Ringermekkas Schifferstadt beheimatet ist, zu den Kämpfen.

Bauer erfüllt nicht nur die Deutschquote von sechs von zehn Ringern. Nein, seit der Rückrunde zahlt sich sein Training dreimal die Woche auf der Matte auch aus. Und das will er auch in den kommenden Jahren für Merken zeigen: „Der Wechsel nach hier war der richtige Schritt. Ich möchte gerne auch in Zukunft für Merken ringen!“

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