Ein neues Wohnheim für die Lebenshilfe

Von: kin
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Lebenshilfe-Geschäftsführer Wolfgang Prümm zeigt die Pläne für das neue Gebäude. Foto: kin

Düren. Gleich neben einem seiner Häuser am Hämmerchensgässchen Nummer sieben plant der Kreisverband Düren der Lebenshilfe ein neues Wohnheim. Neun barrierefreie Single-Wohnungen mit jeweils rund 40 Quadratmetern sollen dort entstehen. Wenn alles nach Plan läuft, soll das Gebäude im September 2018 bezugsfertig sein.

Elf Menschen mit einer geistigen Behinderung wohnen im bereits bestehenden Lebenshilfe-Haus am Hämmerchensgässchen, acht in einem Gebäude mit ähnlichem Konzept an der Danziger Straße. „Der Bedarf an kleinen Sozialwohnungen ist da“, sagt Wolfgang Prümm, Geschäftsführer der Lebenshilfe. „Wir haben eine Warteliste mit 25 Personen.“

Die Baukosten betragen rund 1,1 Millionen Euro. 300.000 Euro übernimmt die Lebenshilfe, der Rest wird über Darlehen – zum Teil von der Stiftung Lebenshilfe – finanziert. Für ein Grundstück an der Dürener Straße in Merzenich, wo ebenfalls möglichst bald ein weiteres Haus gleicher Größe für Betreutes Wohnen entstehen soll, sucht Prümm dringend einen Investor. „Das Grundstück mit einer sehr guten Infrastruktur, weil Supermarkt, Arzt, Apotheke und Bushaltestelle in der Nähe sind, haben wir bereits. Wir haben uns entschlossen, am Hämmerchensgässchen selbst zu bauen, weil uns das Nachbarhaus bereits gehört. Für Merzenich suchen wir aber einen Investor – bis jetzt leider ohne Erfolg.“

Die Bewohner werden allesamt stundenweise betreut; für jeden Bewohner wird individuell ein Hilfeplan erstellt. Im Schnitt hat jeder Mieter viereinhalb Betreuungsstunden in der Woche. Regelmäßig treffen sich die Bewohner zudem im Lebenshilfe-Center an der Arnoldsweilerstraße. Prümm: „Es gibt in unseren Häusern keine Gemeinschaftsräume, trotzdem wird der Zusammenhalt sehr groß geschrieben, und es finden gemeinsame Aktivitäten statt.“

Rundum-Betreuung

Abgesehen von den Häusern für Betreutes Wohnen betreibt die Lebenshilfe auch zwei Wohnstätten mit insgesamt 100 stationären Plätzen. „Auch hierfür haben wir eine Warteliste“, sagt Wolfgang Prümm. Insbesondere schwerst mehrfachbehinderte Menschen, ergänzt der 64-Jährige, bräuchten eine Rundum-Betreuung. „Es werden aber im Augenblick keine neuen stationären Plätze mehr genehmigt. Der Gesetzgeber fordert zunehmend ambulant betreutes Wohnen für unsere Leute. Wir sagen aber ausdrücklich, dass auch der Bedarf an Plätzen in Wohnheimen immer noch sehr hoch ist.“

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