Merken/Schophoven - Ein neues Bett für den Schlichbach

Ein neues Bett für den Schlichbach

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Schon im kommenden Jahr erreic
Schon im kommenden Jahr erreichen die Tagebau-Bagger das bisherige Bett des Schlichbachs, der im Bereich Alt-Pier nun verlegt wird. Foto: Abels

Merken/Schophoven. Er ist zurzeit nur ein unscheinbares Rinnsal, über weite Strecken zugewuchert: Der Schlichbach ist nicht zuletzt aufgrund der Sümpfungsmaßnahmen im Vorfeld des Tagebaus Inden zwischen Merken und Schophoven streckenweise mit bloßem Auge kaum noch als Gewässer erkennbar.

Trotzdem braucht der Schlichbach in diesem Bereich ein neues Bett. Die sich nur wenige hundert Meter entfernt ins Erdreich „fressenden” Schaufelradbagger des Tagebaus werden den bisherigen Bachverlauf im kommenden Jahr erreichen. Nach rund vierjähriger Planung wurde die Verlegung vor wenigen Tagen von der Bezirksregierung Arnsberg genehmigt.

Ein besonderes Augenmerk galt dabei nach Aussage von Tagebaubetreiber RWE Power der Umweltverträglichkeit der Maßnahme. In den nächsten Tagen sollen die Arbeiten zur Herstellung des etwa vier Kilometer langen neuen Gewässerabschnitts des Schlichbaches beginnen. Der eigentliche Gewässerumschluss soll im Herbst erfolgen. Danach wird der Schlichbach außerhalb des künftigen Abbaubereiches fließen. RWE investiert rund eine Million Euro in das Projekt.

Im Zuge der Verlegung werden auch Abschnitte des trocken gefallenen Mühlenteichs genutzt und zukünftig wieder Wasser führen. Der neue Bachlauf wird wieder Teile dieser ökologisch wertvollen Altstrukturen nutzen. Doch auch die neu anzulegende Trasse wird so angelegt, dass sich der Bach in einer breiten Aue entwickeln kann. Dort wo Wege und Straßen das Gewässer queren, werden Brücken errichtet.

Um mögliche Belästigungen für die Dürener und Indener Bürger zu reduzieren, erfolgt der Transport von Bodenaushub soweit möglich über Betriebsstraßen des Tagebaus. Die Verlegung des Schlichbachs ist für RWE Power bereits die zweite Maßnahme im Zusammenhang mit dem Tagebau Inden. Vor fünf Jahren erhielt bereits die Inde eine neue Auenlandschaft.
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