Ein neuer Platz rund um das Museum

Von: Christoph Lammertz
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Düren. 949.000 Euro - das ist die Summe, für die das Umfeld des Leopold-Hoesch-Museums verschönert werden soll.

Dafür entsteht eine neue Platzsituation rund um das Museum, mit neuem hochwertigen Pflaster und einer Rasenfläche, die für Skulpturausstellungen und andere kulturelle Ereignisse genutzt werden soll. Zur August-Klotz-Straße hin soll der Platz durch eine Lindenallee begrenzt werden.

Das Papiermuseum spielt in den aktuellen Plänen keine Rolle. SPD und Grüne hatten gefordert, es in die Umfelderneuerung mit einzubeziehen. Vor der Entscheidung im Stadtrat machte die CDU/FDP-Koalition in einer Sondersitzung des Kulturausschusses aber deutlich, dass sie dies ablehnen wird. „Das Papiermuseum wird in einigen Jahren renoviert. Es ist sinnvoll, dann auch das Umfeld neu zu gestalten”, sagte Karl-Albert Eßer (CDU).

Auch der nördliche Bereich des Museumsumfelds bleibt bei der Neugestaltung, die aus Mitteln des Konjunkturprogramms II finanziert wird, zunächst außen vor. Die aktuelle Planung endet auf der weitergedachten Achse zwischen Marienkirche und Hoeschparkplatz. Die Rasenfläche neben dem Parkplatz bleibt zunächst unverändert. Der Vorschlag des Dürener Architektur-Professors Wolfgang Meisenheimer, zumindest planerisch auch diesen Teil schon in die neue platzartige Gestaltung zu integrieren, wurde nur zur Kenntnis genommen.

Die Kosten gedrückt

Denn bei der Diskussion ging es vor allem um Geld: Mit der Verkleinerung der Fläche, die erneuert wird, lassen sich die von Architekt Peter Kulka zunächst auf 1,15 Millionen Euro taxierten Kosten auf unter eine Million drücken. Eine weitere Sparmaßnahme ist die Rasenfläche, die für kulturelle Ereignisse genutzt wird. Die ursprüngliche Planung dieses Areals mit festem Untergrund hätte 34.500 Euro mehr gekostet.

Umstritten ist ein auf den ersten Blick kleines Detail der Planung, das aber angesichts der Kosten hervorsticht: Für 65.000 Euro soll das Museum eine neue Eingangstreppe erhalten. Die alte sei zu steil, nicht komfortabel und werde dem Bau nicht gerecht, heißt es zur Begründung. FDP-Fraktionschef Hubert Cremer konnte dieser Investition dennoch „nur mit Bauchschmerzen”, zustimmen.
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