Langerwehe - Ein Mozartkonzert ganz ohne Mozart

Ein Mozartkonzert ganz ohne Mozart

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Langerwehe. Das Kölner „Aaron Quartett“ stellt am Sonntag, 18. Januar ab 20 Uhr im Töpfereimuseum Langerwehe sein neues Programm vor. Die Musiker sind bereits zum dritten Mal zu Gast bei der Konzertreihe „Tonspuren“ und begeistern immer neu durch ihr lebendiges Spiel und ihre gekonnt humorvollen Moderationen.

Mit „Mozart im Ohr“ präsentiert das Quartett ein Mozart-Programm ohne ein einziges Stück von Mozart. Allerdings steht Mozart als Referenzgröße bei allen Werken versteckt im Hintergrund.

Der „schwedische Mozart“

Joseph Martin Kraus, geboren im fränkischen Miltenberg, wird oft als der „schwedische Mozart“ bezeichnet, da er die längste Zeit seines Berufslebens am schwedischen Hof wirkte. Seine Lebensdaten entsprechen fast genau denen des Salzburger Meisters, doch schaffte es Kraus, einen eigenen originellen Stil zu entwickeln, der ihn deutlich von der Wiener Klassik abhebt. Das „Schottisches Quartett“ verdankt seinen Namen seinem zweiten Satz mit Variationen über ein schottisches Thema.

Das Motto „Mozart im Ohr...“ spielt auf eine zeitgenössische Rezension an, in der der Rezensent Mozartschen Geist in der Kammermusik von Johann Wilhelm Wilms entdeckt: „Mag er nun Mozarten dabey im Auge gehabt haben oder nicht: im Herzen war er ihm ganz gewiss!“. Wilms, gebürtig im Bergischen Witzhelden, avancierte in Amsterdam zum wichtigsten Komponisten seiner Zeit. Seine beiden Streichquartette gehören zum Schönsten, was er hervorgebracht hat.

Seine Quartette op. 50 widmete Haydn 1787 dem Preußischen König Friedrich Wilhelm II, für den auch Mozart später seine letzten Streichquartette schrieb. Da der preußische König selber als ein sehr guter Cellist galt, ist die Cello-Partie in diesen Quartetten relativ exponiert und ausgearbeitet.

Die Musiker des „Aaron Quartetts“ haben seit 2002 einen Ton kultiviert, der einerseits eine himmlische Versonnenheit andererseits aber auch einen erdigen Klang mit Ecken und Kanten zulässt.

Historische Instrumente

Einen Schwerpunkt des Repertoires bilden die Werke der Klassik und frühen Romantik, wobei der Epoche angemessene historische Instrumente eingesetzt werden.

Die „Tonspuren“ werden vom Förderkreis des Töpfereimuseum veranstaltet. Karten zu 15 Euro sind an der Abendkasse ab 19.30 Uhr erhältlich und können unter Telefon 02423/4446 reserviert werden.

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