Ein moderner Dichterwettstreit

Von: Tobias Roeber
Letzte Aktualisierung:
Freuen sich auf den ersten Poe
Freuen sich auf den ersten Poetry Slam in Düren: Organisator Rayl Patzak (Mitte) sowie Wilfried Pallenberg und Dirk Boltersdorf vom Endart-Vorstand. Foto: Röber

Düren. Für Rayl Patzak ist Düren ein mehr als nur geeigneter Standort. Freilich, den Beweis muss der Organisator nach reichlich Überzeugungsarbeit nun noch antreten. Am Donnerstag steigt in der Endart der erste Dürener Poetry Slam.

Und dabei heißt es klotzen statt kleckern, die Auswahl der Künstler kann sich sehen lassen. Gegen ein paar Vorurteile musste Patzak auch dieses Mal kämpfen. Ob Düren denn auch ohne Universität geeignet sei? Diese Frage stellte sich doch der eine oder andere. Einmal monatlich soll nun der Beweis angetreten werden, dass Düren für Poetry Slam geeignet ist.

Aber was ist das eigentlich, dieses Poetry Slam? „Es ist die moderne Form eines Dichterwettkampfes”, erklärt der Organisator, der aus Euskirchen stammt und Verwandtschaft in (und daher einen großen Bezug zu) Düren hat. Einmal monatlich soll künftig ein Poetry Slam stattfinden. Dabei will Patzak stets renommierte Künstler nach Düren locken, aber er hat noch weitere Pläne. Wichtig ist vor allem die Kooperation mit Schulen, die bereits angelaufen ist. In den Schulen sollen Workshops angeboten werden, mit dem Fernziel, irgendwann auch Teilnehmer dieser Workshops zu Deutschen Schüler-Meisterschaften schicken zu können.

„Wir wollen hier eine lebendige Szene aufbauen”, sagt der Organisator. Ausdrücklich spricht er dabei alle Generationen an. Ein Poetry Slam ist nicht nur für junge Leute, im Gegenteil.

Auf der Endartbühne stehen übermorgen Torsten Sträter aus Dortmund, der NRW-Poetry-Slam-Champion der Jahre 2009 und 2010, der Deutsch-Japaner Ken Yamamoto aus Berlin, der mit dem Ensemble „Word Alert” deutscher Vizemeister im Poetry Slam wurde, Tilman Döring aus Darmstadt, ein mehrfacher Finalist bei den Deutschen Meisterschaften.

Aus Köln kommt Quichotte, der Rap Poetry Champion des Jahres 2010. René Deutschmann stammt aus Bonn und will die Besucher mit seiner von Hip-Hop beeinflussten Dichtung beeindrucken. Auch aus Köln ist das junge Story-Telling-Talent Sara Maria Latza. Komplettiert wird die erste Auflage von Necip Tokoglu aus Aachen, der das Zusammenleben von Deutschen und Türken auf die Schippe nimmt, die Kölnerin Julia Roth, die bereits zahlreiche Titel gewonnen hat, und - er darf nicht fehlen - der Organisator und DJ Rayl Da P-Jay, der einen bassigen Tanzcocktail bieten möchte.

Der erste Dürener Poetry Slam am Donnerstag, 26. April, beginnt um 20 Uhr, Einlass ist ab 19 Uhr. Tickets kosten sieben Euro, Schüler zahlen drei Euro.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert