Ein-Mann-Shows und das Fräulein Cäsar

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Präsentiert die Künstler zum Auftakt des Festivals: Kabarettist Thomas Freitag.

Düren. Deutschland hat nichts zu lachen? Dieses und andere Vorurteile wollen die Künstlerinnen und Künstler widerlegen, die bei der neunten Auflage der „Spaß.Gesellschafts.Abende” auf der Bühne stehen. Von Montag, 2., bis Montag, 23. November, soll im Haus der Stadt und im Kulturzentrum Komm gelacht werden.

Thomas Freitag führt durch die große Eröffnungsrevue am 2. November ab 20 Uhr im Haus der Stadt. Freitags Parodien von Willy Brandt, Franz-Josef Strauß, Helmut Kohl und Marcel Reich-Ranicki machten ihn bekannt. Jetzt führt Thomas Freitag, ein alter Hase unter Deutschlands Kabarettisten, Benedikt, Merkel, Pofalla oder Ullalala vor. Seine Stücke sind Ein-Mann-Shows: entlarvend, auf den Punkt genau und hochpolitisch.

In rasanter Abfolge begrüßt Thomas Freitag im Haus der Stadt renommierte Künstler und talentierten Newcomer, die kleine Kostproben ihres Könnens geben und damit Appetit auf ihre Einzelgastspiele im Komm machen.

Dort treten am 10. November Anne Rixmann und Biggi Wanninger, am 16. November Murat Topal, am 19. November Ass-Dur und am 23. November Alexandra Gauger mit ihren Soloprogrammen auf. Los geht es an allen Abenden um 20 Uhr.

Rixmann und Wanninger

Es gibt Feuer und Wasser. Es gibt Himmel und Hölle. Es gibt Kölsch und Alt. Und: Es gibt Wanninger und Rixmann. Biggi Wanninger ist seit Jahren Präsidentin der legendären Kölner Stunksitzung. Anne Rixmann ist dort im Ensemble als norddeutsche Minderheit bekannt. Die eine ist groß, blond, mit leichtem Hang zur Hysterie, die andere klein, bodenständig mit deutlichen Proll-Zügen.

Nun sind die beiden als Duo auf Tour und beweisen: Zu zweit singt und tanzt man nicht nur besser, auch das Streiten macht doppelt soviel Spaß. Anne Rixmann und Biggi Wanninger sprühen vor Esprit, Musikalität und Originalität. Suchtgefahr auch für Nicht-Rheinländer!

Murat Topal

Ein Türke aus dem sozialen Brennpunkt Neukölln wird Polizist? Das geht! Auch wenn Murat Topal, der einzige in seinem Block war, der freiwillig zur Polizei ging und nicht mit Blaulicht dorthin gebracht wurde, wie er halb-scherzhaft sagt. Und so einer wird dann auch noch Comedian? Ja, und was für einer! Denn der Berliner - Baujahr ´75, Vater Türke, Mutter Deutsche - kann aus dem Vollen schöpfen: Geschichten und Figuren, die das wahre, manchmal harte Leben im Kiez schreiben, die auch anderswo Gültigkeit haben.

Ass-Dur

Die Biographien von Dominik Wagner und Benedikt S. Zeitner lesen sich bierernst: Bereits im zarten Kindesalter an Geige und Klavier ausgebildet, Preisträger verschiedener „Jugend-musiziert”-Wettbewerbe, erste (Welt-)Tourneen noch vorm ersten Bartwuchs, und trotz aller Musik das Abi geschafft.

Junge, gut aussehende, jedoch langweilige Musikgenies? Von wegen! Vierhändige Klavierakrobatik, groteske musikwissenschaftliche Fachvorträge über die Leitmotiv-Technik beim „Bibabutzemann” oder auch der musikalische Untergang der Titanic: Ass-Dur lässt Zuschauer in Ehrfurcht erstarren und lachen.

Alexandra Gauger

Man könnte meinen, Musik sei ihr in die Wiege gelegt worden. Denn Alexandra Gauger kann sich an ein Leben ohne Musik nicht erinnern. Ein gewisses Fräulein Cäsar sollte eine wichtige Rolle in Alexandras musikalischer Entwicklung spielen, die irgendwann in den 1970ern im badischen Birkenfeld begann. Denn die war nicht nur ihre erste Musiklehrerin, sondern ist seit 2005 auch ihr Alter Ego in der gleichnamigen Kabarettshow.

Ab sofort sind Karten für die Revue an der Theaterkasse im Haus der Stadt, Stefan-Schwer-Straße 4, und an der Theaterkasse im Bürgerbüro, Markt 2, erhältlich. Karten für die Einzelgastspiele gibt es in der Geschäftsstelle unserer Zeitung, Markt 17, 02421/182111.

Eine Revue-Karte kostet je nach Preiskategorie zwischen 15 und 20 Euro. Der Kartenpreis für ein Einzelgastspiel beträgt 12 Euro, ermäßigt 10 Euro. Ein Kombiticket für alle vier Einzelgastspiele kostet 40 Euro, ermäßigt 32 Euro. Mit der SWD Kundenkarte gibt es 10 Prozent Nachlass auf die Einzelgastspiele.
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