Ein Mann, ein Mord und sehr viele Talente

Von: Stephan Vallata
Letzte Aktualisierung:
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Ein Mann, ein Mord: Bruno Wertz mit seinem neuen Kriminalroman, der wieder auf Ibiza spielt. Der 80-Jährige ist aber nicht nur Autor, er ist auch Maler, Erfinder, Pilot und Wanderführer. Foto: Vallata

Abenden. Das überaus Tragische an so einem Menschenleben sind gelegentlich die verpassten Chancen. Hätte, könnte, würde. Wenn der Konjunktiv das Denken dominiert, muss wohl irgendwann mal irgendwas dramatisch schiefgelaufen sein. Bruno Wertz denkt nicht in diesem Kategorien. Und er hat die Chancen, die sich ihm geboten haben, immer beim Schopfe gepackt.

Bruno Wertz war früher mal Friseurmeister, Wanderführer, Erfinder, Firmengründer und Pilot. Heute ist er mehr Schriftsteller, Maler und auch ein bisschen pfiffiger Geschäftsmann.

So genau lässt sich das alles gar nicht mal auseinanderhalten. Gerade hat er jedenfalls ein neues Buch veröffentlicht, sein viertes mittlerweile, ein Kriminalroman. Bruno Wertz ist eigentlich ganz zufrieden mit seinem Leben.

Bald wird der gebürtige Dürener 81 Jahre alt. Die meisten Menschen, die sich an ihr neunte Lebensjahrzehnt herantasten, denken wohl eher an die Tage, die hinter ihnen liegen und nicht so sehr an die Tage, die noch vor ihnen liegen. Der Mensch, um den es hier geht, hält aber keine Rückschau. Er schaut lieber nach vorn, denn es gibt noch einiges zu tun. Der liebe Gott, so könnte man es vielleicht ausdrücken, hat Bruno Wertz eine ganze Menge Talente mit in die Wiege gelegt. Für eine Menge Talente braucht man auch eine Menge Zeit. Deshalb hat sich Bruno Wertz vorgenommen, 107 Jahre alt zu werden.

Warum es gerade 107 Jahre sein müssen, kann er auch nicht so ganz enau sagen. Ein Esoteriker hat ihm das mal prophezeit. Ob er wirklich glaubt, dieses biblische Alter zu erreichen? „Mit Glaube hat das nichts zu tun”, sagt er. „Das ist Einstellungssache. Ganz wichtig ist, sich nicht hängen zu lassen.” Bruno Wertz lässt sich nicht hängen. Jeden Morgen nach dem Aufstehen macht er zum Beispiel die „fünf Tibeter”, eine recht anstrengende Yoga-Übung mit Liegestützen, um sich fit zu halten.
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