Ein Leben ohne Sport: Undenkbar

Von: Sandra Kinkel
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Henrik Röhlich ist Mittelstreckenläufer und genau wie Radsportler Per Christian Münstermann (3.v.r.) von Landrat Spelthahn zum „Botschafter des Sports“ des Kreises gekürt worden. Mit den Sportlern freuen sich deren Eltern und Uwe Willner von der Sparkasse. Foto: kin

Düren. Henrik Röhlich hat einen großen Traum. Der 16-jährige Schüler des Stiftischen Gymnasiums möchte im kommenden Sommer an den Deutschen Jugendmeisterschaften im Mittelstreckenlauf teilnehmen.

„Ich bin schon erste Qualifikationsrennen gelaufen. Wenn ich gesund bleibe, kann ich es zur Jugendmeisterschaft schaffen. Ich muss nur meine Zeit noch um zehn Sekunden verbessern, aber das kann ich schaffen.“ Genau das hat der Schüler nämlich schon einmal bewiesen.

2015 ist er bei den Westdeutschen Meisterschaften in Hamm die 3000 Meter in 10:06,93 Minuten gelaufen, in diesem Jahr hat er über die gleiche Distanz den Kreismeistertitel in 9:28,31 Minuten geholt. „Das geht aber nur“, sagt der Jugendliche mit einem Augenzwinkern, „weil ich noch so jung bin“.

Henrik Röhlich aus Merken und Radsportler Per Christian Münstermann aus Heistern (17) sind die neuen „Botschafter des Sports des Kreises Düren“. Am Donnerstagnachmittag haben sie von Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) diese Auszeichnung im Kreishaus entgegengenommen. „Wir möchten Ihnen zu den sportlichen Leistungen gratulieren“, sagte Spelthahn. „Aber wir möchten auch Ihre Vorbildfunktion für anderen junge Leute betonen. Ohne Trainingsfleiß und viele Opfer sind solche Erfolge nicht möglich.“

Dank der Unterstützung der Sparkasse können sich die beiden jungen Sportler über eine „kleine, aber wertschätzende Unterstützung“ freuen. Außerdem sollen sie bei besonderen Anlässen auch den Kreis Düren repräsentieren.

Gleichsam, ergänzte der Landrat, wolle man sich auch bei den Eltern und Trainern der jungen Sportler bedanken. „Ohne ihren Einsatz gäbe es die hervorragenden sportlichen Leistungen der jungen Leute nicht.“ Seit 2003 gibt es die „Botschafter des Sportes“. Die ersten beiden waren die Beachvolleyballerinnen Ilka Semmler und Ruth Flemig, die 2002 die Bronzemedaille bei der Juniorenweltmeisterschaft geholt haben. Semmler ist zudem vor vier Jahren bei den Olympischen Spielen in London gestartet.

Von ähnlichen Erfolgen träumen Henrik Röhlich und Per Christian Münstermann auch. Und die Erfolge der beiden Jugendlichen können sich wirklich sehen lassen. Münstermann, der täglich knapp 100 Kilometer auf dem Fahrrad sitzt, ist Mitglied der Nationalmannschaft und kann auf mehrere zweite und dritte Plätze bei den deutschen Meisterschaften verweisen und ist mit der Mannschaft bei der Weltmeisterschaft im schweizerischen Aigle auf den siebten Rang gefahren.

Henrik Röhlich ist allein in diesem Jahr Regionmeister im 800-Meter-Lauf (2:06,94 Minuten) geworden und über die 1500 Meter Dritter bei den Nordrheinmeisterschaften (4:21,62 Minuten).

„Ich trainiere fast jeden Tag“, erzählt der junge Mann. „Ohne Sport fehlt mir einfach etwas.“ Sein Training, ergänzt Henrik Röhlich, sei keinesfalls langweilig. Genau das Gegenteil ist der Fall. Ich mache zum Beispiel Bahntraining, Tempotraining und Waldtraining. Das ist schon sehr abwechslungsreich.“

Ein Leben ohne Sport ist für die beiden Schüler unvorstellbar. „Laufen macht einfach großen Spaß“, sagt Henrik Röhlich. „Und es ist ein gutes Gefühl, sich bewegt zu haben und erfolgreich zu sein.“ Länger als eine Woche, ergänzt der junge Mann, könne er nicht ohne Sport auskommen. „Es gab schon Zeiten, in denen ich aufgrund einer Verletzung nicht laufen konnte. Aber da habe ich mir einen anderen Sport gesucht. Schwimmen und Radfahren. Ganz ohne Sport geht gar für mich überhaupt nicht.“

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