Vossenack - Ein Krimi in der Toskana, der keiner ist

Ein Krimi in der Toskana, der keiner ist

Von: ale
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Las im Kloster-Kultur-Keller: Christoph Leuchter. Foto: Lauscher

Vossenack. Auf den Abend hatten sich die Fans gefreut, und neugierig waren auch solche Literaturfreunde zum Kloster-Kultur-Keller nach Vossenack gekommen, die Christoph Leuchter noch nicht kannten. Der Literat und Musiker las am Samstag aus seinem Buch „Amelies Abschiede – eine Lügengeschichte“.

Sozusagen als Hausherr begrüßte Bruder Wolfgang Mauritz die gut Gäste und dankte Christoph Leuchter für sein Kommen. Hier sei Raum für „kleine, feine Geschichten“, sagte Bruder Wolfgang.

Mit klarer Stimme trug Christoph Leuchter vor; zur Erläuterung las er zunächst aus dem Klappentext: Wir erfahren, dass Amelie nach einem Unfall im Krankenhaus liegt. Sie erzählt in der Ichform ihre Geschichte, die auch die Geschichte ihres Vaters ist. Und der hatte zweifellos Geheimnisse, denn es gibt einen Brief, den seine Geliebte geschrieben hat.

Der Autor hatte Episoden seines Buches ausgewählt, die neugierig machen auf die Personen und den Fortgang der Handlung. Er baute in subtiler Weise Spannung auf, wenn er beispielsweise andeutete: „Ein Blick genügte, um sämtliche Lebensentwürfe über Bord zu werfen.“ Auch sprach ein unaufdringlicher Humor aus seinem Buch, als er einen pfiffigen Burschen beschrieb, der es in kürzester Zeit schaffte, vom Chef zum Essen eingeladen zu werden. „Sein eigentliches Kapital war sein Einfallsreichtum“, hieß es hier. Und das mag auch auf Christoph Leuchter zutreffen.

Es machte Spaß zuzuhören: Die Geschehnisse wurden gut beobachtet und logisch erzählt, und dabei malte die Fantasie Bilder. Auch dem Pianospiel hörte man gern zu, Christoph Leuchter spielte Variationen, die mal melancholisch, mal munter klangen.

In der Pause gab es Gelegenheit zum Gespräch, und der Autor, der das Zentrum für Kreatives Schreiben der RWTH leitet, gab preis: „Das Handwerkliche kann man unterrichten, für das Kreative kann man ein Mentor sein.“ Vielleicht eine Warnung an zukünftige Literaten: „Das Ökonomische und das Literarische liegen nicht immer auf einer Linie.“

Der letzte Akt

Im zweiten Teil des Abends kamen die Zuhörer in den Genuss von Teilen aus „Letzter Akt“, einem Buch, das im Jahre 2012 erschienen ist. Die Handlung spielt in der Toskana, es fängt wie ein Krimi an und ist dann doch keiner. Für den vergnüglichen und entspannten Abend bedankte sich das Publikum mit viel Applaus.

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