Düren - Ein Kirmesleben mit vielen Höhen und ein paar Tiefen

Ein Kirmesleben mit vielen Höhen und ein paar Tiefen

Von: Stephan Vallata
Letzte Aktualisierung:
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Völlig losgelöst von der Erde: Walter und Mariatherese Kaminski gehören mit ihren Ballons zum Stammpersonal der Annakirmes. Foto: Vallata

Düren. Das Geschäft mit den Luftballons hat Höhen und Tiefen. Wenn es zum Beispiel regnet, muss sich Mariatherese Kaminski immer ganz schön sputen, um ins Trockene zu gelangen.

Die fliegenden Pferde, Delphine, Giraffen und Kätzchen dürfen unter keinen Umständen nass werden, weil sie sonst zu Boden sinken würden. Und das wäre nicht gut fürs Geschäft. Mariatherese kennt sich aus. Seit 30 Jahren bringt sie die Ballons auf der Annakirmes unters Volk - immer an derselben Stelle nahe am großen Festzelt.

Natürlich ist das Ganze nicht einfach nur ein Geschäft. Es geht auch ein bisschen darum, ein Stück vom Rummel mit nach Hause zu nehmen und den Alltag so zu kolorieren. Während der Kirmes ist Mariatherese Kaminski von 11 bis 24 Uhr im Dauereinsatz, manchmal sogar länger. „Das macht mir nix”, sagt die 62-jährige Schaustellerin aus Mönchengladbach bloß. Im Hintergrund zieht ihr Ehemann Walter Kaminski die Fäden. Der 67-Jährige weiß genau, wie die Kunden möglichst lange treu bleiben: Die Qualität und der Preis müssten stimmen, außerdem sei ein Stammplatz Gold wert. So ein mit Helium gefüllter Ballon hält im Durchschnitt zwei Wochen, bevor die Schwerkraft sich bemerkbar macht.

Entwischt sind den Kaminskis in ihrer langen Laufbahn als Kleinschausteller kaum welche. Das gebietet allein schon die Berufsehre. Wer eines der scheinbar schwerelosen Gebilde erwirbt, bekommt sofort eine Schnur ums Handgelenk gestreift - sicher ist sicher. Seinen Anfang genommen hat das Schaustellerleben der Kaminskis übrigens auch in Düren auf der Annakirmes. Damals war Sohn Andreas noch ganz klein. Mittlerweile steht er in den Startlöchern, das Gewerbe seiner Eltern - auch ein Karussell ist darunter - zu übernehmen.
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