„Ein Kessel Buntes“: Der Musikverein atmet erleichtert auf

Von: Bruno Elberfeld
Letzte Aktualisierung:
14550426.jpg
Maxim Nepomuck, Jan Kessel, Elena Virnich, Jason Hanz und Linus Nepomuck (v.l.) boten sich als Nachwuchsschlagzeuger an. Foto: bel

Niederau. „Wir waren schon besorgt darüber“, sagte Raphaela Schauerte, Vorsitzende des Musikvereins Niederau, „ob wegen der Veranstaltung der AfD im Schloss und der polizeilichen Sicherheitsmaßnahmen wegen der Gegendemo genügend Gäste zu unserem Konzert kommen würden.“ Viele Besucher erfreuen sich dennoch am Konzert in Schloss Burgau.

Aber mit einem Blick in den Winkelsaal verflüchtigten sich ihre wie auch die Sorgen des Vorsitzenden des Volksmusikerbundes NRW, Kreisverband Düren, Micha Rosenkranz. „Es ist alles soweit gut gegangen“, sagte Rosenkranz. Wäre auch schade gewesen, denn die Musiker des Musikvereins Niederau boten unter der Leitung von Oliver Horn mit „Ein Kessel Buntes“, ein Programm, aus dem sich jeder Gast seine Musik herauspicken konnte.

Gestartet wurde mit einem Marsch. Beim „St. Louis Blues March“ konnten sich viele Besucher an den legendären Trompeter Louis Armstrong erinnern, der diesen Marsch im Repertoire hatte. „Highland Cathedral“ gestaltete sich zu einem der vielen Höhepunkte. Fünf Kinder – Maxim Nepomuck, Jan Kessel, Elena Virnich, Jason Hanz und Linus Nepomuck – hatten mit ihrer kleinen Trommel ihren großen Auftritt.

Mit dem Orchester gaben sie in den Rollen zukünftiger Schlagzeuger engagiert und gekonnt den Rhythmus vor. Ein Orchester – und das tut Niederau – muss für Nachwuchs sorgen.

Weiter ging es im Programm Schlag auf Schlag: Filmmusiken aus „Disneys Aladin“, ein Potpourri mit Wohlfühltendenzen, „Yesterday“ von den Beatles. Dirigent Oliver Horn trug auch zu dieser Komposition eine interessante Story bei. Paul McCartney habe wohl in einer besonderen Stimmungslage das Thema des Stücks aufgeschrieben, sei sich aber nicht sicher, ob dieses Thema nicht schon existierte.

Nach wochenlanger Recherche veröffentlichte er schließlich diesen Song, der zu einer der vielen Erkennungsmelodien der Pilzköpfe wurde. Ein Ausschnitt aus der Filmmusik zu „Vom Winde verweht“, „Tara´s Theme“, erinnerte an einen großen Film, der tatsächlich für kleines Geld – vier Millionen Dollar – in nur zwölf Wochen abgedreht wurde. Der Walzer „Böhmisches Gold“ von Hardenbergh und Zittner sowie das Lied „Vor meinem Vaterhaus“ von Robert Stolz waren Griffe in die Andenkenkiste des vergangenen Jahrhunderts.

Ein Medley mit Melodien von Stevie Wonder und eine Bestenauswahl aus Kompositionen von Herb Alpert rückte die Musik wieder etwas näher an die Gegenwart. Dabei durfte auch der „King of Pop“ Michael Jackson mit „She´s out of my life“, nicht fehlen.

Es folgten „The spanish night is over“ von Dietrich, ein Medley aus den „80er Charts“ und als Schlussakkord „Dem Land Tirol die Treue“ von Pedarning. Die letzte Komposition dokumentierte wieder einmal die enge Verbundenheit des Musikvereins Niederau mit dem österreichischen Tirol.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert