Düren - Ein Kehraus mit großer musikalischer Leuchtkraft

Ein Kehraus mit großer musikalischer Leuchtkraft

Von: Anne Koizlik
Letzte Aktualisierung:
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Sie gestalteten das eindringliche Silvesterkonzert in der Dürener Pfarrkirche St. Joachim: Hub Nickel, Marion Schoeller und Johannes Esser (v. l.). Foto: Anne Koizlik

Düren. Musikalischer Kehraus zum Jahr 2008: Das Innere der Pfarrkirche St. Joachim war festlich und farbig ausgeleuchtet - ein ein stimmungsvoller Rahmen für das erlesene „Konzert zum Jahresausklang”, das die „Cappella Villa Duria” ausrichtete. Getragen wurde es von Marion Schoeller (Sopran), Hub Nickel (Trompete) und Johannes Esser (Orgel).

Orgel und Trompete beim Werk von Leopold Mozart vermittelten ein Höchstmaß an Klarheit und Brillanz. Hier hörten zwei Musiker aufeinander und zogen „an einem Strang”. Das war ungemein dicht und von packender Intensität - eine authentische Darstellung und ein gelungener Auftakt.

Faszination Stimme: Für vokale Pretiosen sorgte die Sopranistin. Bei Opernarien unter anderem von Vincenzo Bellini und Antonin Dvorak fehlte es nicht an dramatischem Zugriff und überzeugender Gefühlswärme. Marion Schoeller überzeugte mit einer farbenreichen und wandlungsfähigen Tongebung.

Ideale Voraussetzungen - nämlich eine Stimme, die in allen Lagen anspricht - bewies sie auch bei Pietro Mascagnis Intermezzo aus der Oper „Cavalleria rusticana”. Die Sopranistin wurde überwiegend sehr sensibel von Johannes Esser begleitet.

Kein Lob zu hoch fielen die Orgel-Solo-Beiträge des Leiters der „Cappella” aus. Das zog die Hörer in seinen Bann - zum Beispiel bei Variationen über „O du fröhliche” von Paul Hiller. Johannes Esser registrierte kunstvoll und entwarf ein großes musikalisches Leuchten.

In guten Händen lag bei ihm auch das Werk (op. 145,3) von Max Reger mit Variationen über „Es kommt ein Schiff geladen”. Große musikalische Architektur entstand am Ende mit der „Toccata und Fuge d-Moll” von Johann Sebastian Bach.

Die Besucher in der vollen Kirche dankten mit großem Applaus und erhielten als Zugabe ein Stück aus dem Musical „Phantom der Oper” von Andrew Lloyd Webber.

Begrüßt hatte die Zuhörer Dr. Gisela Hagenau. Sie gedachte dabei zweier Sympathisantinnen der „Cappella Villa Duria”, die 97-jährig vor wenigen Tagen verstorben waren: Christine Otten und Änne Collinet. Der Reinerlös dieses Konzerts war bestimmt für die Unterhaltung der Klais-Orgel in St. Joachim.
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