Ein Kandidat aus Düren für Jülich

Von: Burkhard Giesen
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Frank Peter Ullrich aus Arnoldsweiler ist von CDU und SPD in Jülich als Bürgermeisterkandidat aufgestellt worden. Foto: Burkhard Giesen

Kreis Düren. Dass die Stadt Jülich den Kreis Düren gerne mit Landräten versorgt, weiß man spätestens seit Adi Retz und Wolfgang Spelthahn. Ob der Personentransfer auch umgekehrt funktioniert, muss noch bewiesen werden. Frank Peter Ullrich aus Arnoldsweiler will genau diesen Beweis im September antreten und Bürgermeister in Jülich werden – als Kandidat einer großen Koalition aus CDU und SPD.

Aber warum eigentlich Jülich, wo die Personaldecke der Dürener Genossen doch auch eher dünn ist? Zumal sich der 45-jährige Bundesbeamte Ullrich ja bis zu seinen Nominierung auch in Düren im Schulausschuss und im Bezirksausschuss Arnoldsweiler engagiert? „Das hat mit der unterschiedlichen Herangehensweise zu tun. Bei der SPD Düren gab es eine Findungskommission, die mehrere Kandidaten identifiziert hatte. Mein Name stand da nicht auf der Liste“, erklärt Ullrich zur Kandidatenkür der Dürener SPD. Die hatte sich bekanntlich letztlich für Liesel Koschorreck als Spitzenkandidatin entschieden.

In Jülich wurde hingegen per Ausschreibung ein Kandidat gesucht, der Kriterien wie die entsprechende Verwaltungserfahrung erfüllen sollte. Das hat ihn gereizt. „Jülich hat viele Gestaltungsmöglichkeiten. Es gibt viele hoch qualifizierte Arbeitsplätze, es wird touristisch zunehmend interessant, es gibt da noch freie Gewerbeflächen“, listet Ullrich nur einige Punkte auf. Die führten bei ihm zu der Erkenntnis: „Mit der politischen Mehrheit kann man seine Ideen auch umsetzen“, sprich Wirtschaftsförderung betreiben, die Gewerbeflächen vermarkten. Mitbringen kann Ullrich gleich vielfältige Erfahrungen. Er ist beim Bundesrechnungshof beschäftigt. „Ich kontrolliere zum Beispiel Bundesbehörden, ob sie wirtschaftlich und ordnungsgemäß mit Steuergeldern umgehen“, umreißt er seinen Job. Zuvor hat der Diplom-Verwaltungswirt mit Zusatzqualifikationen als Fachjurist und Betriebswirt schon beim Bundeskriminalamt, dem Verfassungsschutz und dem Bundesamt für Güterverkehr gearbeitet.

Dass er all die Jobs auflistet, soll erklären, warum den Dürener ausgerechnet der Job als Bürgermeister von Jülich reizt. „Ich habe immer wieder die Herausforderung gesucht“, bekräftigt er. Abwechslung, Vielfältigkeit – all das scheint ihn zu reizen, all das sieht er auch in dem Amt eines Bürgermeisters von Jülich mit seinen rund 430 Mitarbeitern – eben eine neue Herausforderung.

Mit dem Satz „Ich bin ein Kandidat, der die Region versteht.“ hatte sich Ullrich bei seiner Nominierung in Jülich präsentiert und immerhin bei der CDU auch gegen drei Kandidaten mit CDU-Parteibuch im ersten Wahl durchgesetzt. Zu seinem Verständnis gehört auch dazu, sich in der Region zu engagieren. Das hat er in der Vergangenheit ehrenamtlich beim Dürener Kinderschutzbund getan, aber insbesondere auch im Karneval. Bei den „Bedrövde Jecke“ Arnoldsweiler ist er Präsident und – wie sollte es für einen Mitarbeiter des Bundesrechnungshofes anders sein – natürlich auch Schatzmeister. Dass sich ein Jeck aus Arnoldsweiler schon jetzt auf den Karneval in Jülich freut, versteht sich da von selbst...

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