Ein Jazz-Abend, der noch lange klingt und swingt

Von: han
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Hervorragende Solisten fügten
Hervorragende Solisten fügten sich zu einem überzeugenden Quartett zusammen. Ein unterhaltsamer Jazzabend mit Alexander Schimmeroth (Piano) und seinen Mitstreitern. Foto: Schmitz

Düren. Das Foyer in der Evangelischen Gemeinde zu Düren war ursprünglich für das Australian Jewish Music Ensembles reserviert. Doch relativ kurzfristig sagten die Jazzer aus „Down Under” ab und die Initiatoren der erfolgreichen „Planet Jazz”-Reihe, Oliver Mack und Henner Schmidt, suchten und fanden ein Quartett, das mehr war als nur Ersatz.

Die Musiker um den Kölner Pianisten Alexander Schimmeroth überzeugten mit Inspiration und Finesse, ließen Altes wunderbar neu erklingen. Sie wandelten gekonnt zwischen entspannendem Barjazz und forderndem Drive, swingender Jazz steigerte sich zu Elementen aus dem Neo Bob. Getragene Atmosphäre mit einem Hauch von Melancholie wischte der Meister an den schwarz-weißen Tasten mit Eleganz weg und wechselte zu fließendem schwingenden Rhythmus.

Unwillkürlich gerieten die Beine in Bewegung. Überhaupt waren die Musiker „im Groove”, imponierten, je länger der Abend dauerte, durch ihr musikalisches Handeln. Ihr Zusammenspiel wirkte wie aus einem Guss. Diffizile, knifflige und vielförmige musikalische Strukturen ließ das Quartett erklingen, schöpfte enorme spieltechnische Möglichkeiten aus. Der Melodievorgabe folgte filigranes Improvisieren, und der Fokus der Besucher richtete sich immer mehr auf den Saxofonisten Claudius Valk, einen Könner „vom alten Schlag”.

Immer wieder entstanden spannende Unterhaltungen zwischen Klavier und Saxofon, die Schlagzeuger Roland Höppner und Bassist Volker Heinze je nach Erfordernis subtil oder forsch begleiteten. Sie waren ein starkes Duo hinter den Frontmännern, das mit verspielten Zugaben den Gesamteindruck bereicherte.

Erstklassiger Piano-Jazz, ausgezeichnete saxofonistische Ausflüge, trockene Bass-Sequenzen, effektvolles Schlagwerk - starke Solisten präsentierten sich als abgestimmtes Quartett. Ein Jazzabend, der haften bleiben wird.
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