Ein Hirsch namens Rudi

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Mit viel Witz und Schlicher Mundart überzeugte die Theatergruppe erneut ihr Publikum. Foto: Martinak

Schlich. Bereits zu Beginn hatten die Schlicher Tränen in den Augen. Und das war noch längst nicht alles. Spätestens nach der ersten halben Stunde bogen sich förmlich die Balken vor Lachen. Dass das Pfarrheim mit 120 Besuchern restlos ausverkauft war und man ein wenig enger aneinander saß, störte niemanden.

„Auch bei den kommenden Vorstellungen sieht es so aus. Innerhalb von eineinhalb Wochen hatten wir alle Karten verkauft”, berichtete Schauspieler Wolfgang Mohren. Als Gotthard von Köttelmeier blühte er auch diesmal wieder voll und ganz in seiner Rolle auf.

Mit Leichtigkeit schaffte es die Gruppe „Die Martinis” wieder, die Stimmung in Schlich auf Hochtouren zu bringen. „Es ist richtig schön, dass wir immer den Geschmack unserer Fans treffen. Mittlerweile hat sich das rumgesprochen, und uns besuchen sogar Leute aus dem Kreis Euskirchen oder gar aus Köln”, freute sich Mohren.

„Zum wilden Gockel”

Seit dem Jahr 2002 sind Theateraufführungen der Martinis fester Bestandteil des kulturellen Lebens der Pfarre D´horn. Die Nachfrage nach den Karten stieg nach Auskunft des Ensembles von Jahr zu Jahr und somit auch die Anzahl der Aufführungen. Mittlerweile gibt es sechs Vorstellungen pro Stück, verteilt auf zwei Wochenenden. Doch auch das ist anscheinend noch zu wenig. Viele hätten sich das Stück im Nachhinein gerne noch einmal angeschaut. Kein Wunder, denn bei „Om Hochsitz ess der Düvel loss” blieb kein Auge trocken: Zur Treibjagd hatten sich der betuchte Hobbyjäger Gotthard von Köttelmeier nebst Gattin Auguste und Sohn Albatius aus Köln angesagt. Die Drei wollten im Waldhotel „Zum wilden Gockel” absteigen. Da herrschten allerdings nicht gerade rosige Zeiten. Ganz versessen darauf, einen ganz bestimmten Hirsch namens Rudi auf der Pirsch zu erledigen, versprach Köttelmeier Ferdinand Gockel eine stille Teilhaberschaft am Hotel. Rudi stand jedoch unter Naturschutz.

Damit das Ganze nicht aufflog, verkleideten sich Gockel und sein treuer Freund Franz rasch als Hirsch und ließen sich im Wald blicken. Dumm nur, dass Albatius auf diesen Hirsch zielte und auch noch traf. Als auch noch Gloria Pappendeckel, die heimliche Geliebte von Gockel auftauchte und sich der trottelige Albatius in diese Dame verliebte, war das Chaos perfekt.

Der Reinerlös aus den Aufführungen der Martinis geht an die Vereine im Ort und eine gemeinnützige Organisation, die die Theatergruppe noch bestimmen demnächst noch bestimmen muss.
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