Düren - Ein gutes Rezept für Kinderlachen in der Annakirche

Ein gutes Rezept für Kinderlachen in der Annakirche

Von: Bruno Elberfeld
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Hans-Josef Loevenich, Piano, u
Hans-Josef Loevenich, Piano, und Sängerin Daniela Bosenius präsentierten mit Schülern der Vokalklassen geistliche und weltliche Lieder.

Düren. Wie wird aus einem ansonst ruhigen Gotteshaus wie der Dürener Annakirche ein lebendiger Ort voller Kreativität, Kinderlachen und Musik? Kantor Hans-Josef Loevenich, Sopranistin Daniela Bosenius und Rebekka Zachner, die Künstlerin mit Geige und Bratsche, haben dafür ein Rezept.

Man nehme Mädchen und Jungen aus vier Grundschuljahrgängen, im vorliegenden Fall aus den Grundschulen Südschule und Martin-Luther-Schule, um den Eltern, Großeltern, Geschwistern und Freunden zu zeigen, was man im Laufe des Jahres und der zurückliegenden Jahre in den Vokalklassen gelernt hat.

Kantor Loevenich und seine Mitstreiterinnen arbeiten seit vier Jahren mit Schülern, die auf freiwilliger Basis das Singen lernen. Viele Theoretiker behaupten schon seit Jahrzehnten, dass jeder Mensch, wenn er will, singen kann. Die Schüler aus den einzelnen Klassenstufen der beiden Grundschulen traten am Sonntagnachmittag den Beweis an: „Der Kuckuck und der Esel”, „Banana-Senior”, „Kommt ein Vogel geflogen”, „Ein roter Luftballon” und „Gestern an der Haltestelle” sind Texte und Melodien, die die Vokalklassen locker meisterten. Schwieriger gestaltete sich da schon der Chor aus dem „Oratorium Paulus”, bei dem die jungen Musiker von den Profis unterstützt wurden.

Daniele Bosenius sang die „Jerusalem-Arie” und schlüpfte dabei in verschiedene Rollen. Den Rollenwechsel verdeutlichte sie mit Änderungen der Stimmlage und sehr schnellen Ortswechseln. Für die Kinder war es eine zusätzliche Probe, denn sie werden am 1. Dezember - wie jetzt schon beim Konzert im Rahmen der Konzertreihe „Junge Künstler in St. Anna” - den Chorpart übernehmen.

Interessant für die Besucher war die Methodenschau. Wie lernen Kinder das Singen? Die Lehrer demonstrierten anhand von Beispielen die „Ward-Methode”, nach der Kinder mit Bewegung und Bildzeichen ihre Stimmen bilden.

Am Abend zuvor hatte sich in der Annakirche „Die wundervolle Welt der Harfen” entfaltet. „Das Junge Harfenensemble” der Josef-Metternich-Musikschule-Hürth und der Rheinischen Musikschule Köln unter der Leitung von Ursula Roleff-Lenders zeigten die Möglichkeiten der Harfe, die ansonsten nur als Orchester- oder Soloinstrument bekannt ist.

Im Repertoire hatten die Musiker Kompositionen alter Meister, der „Klassiker” bis hin zur „Modernen” und bis zur Musik, gespickt mit „Jazzelementen”. „Das Junge Harfenensemble” hatten 2010 den 1. Platz bei dem bundesweiten Wettbewerb „Jugend musiziert” belegt.
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