Ein Grundstück, vier Gebote und noch kein Zuschlag

Von: sis
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Nideggen. Der geplante Verkauf eines städtischen Grundstücks im Nideggener Gewerbegebiet beschäftigt nun das Dürener Amtsgericht.

Der Interessent mit dem zweithöchsten Gebot will per einstweiliger Verfügung den Verkauf des Grundstückes an eine Bieterin aus der Gemeinde Kreuzau verhindern. Die Kreuzauerin hatte das Gebot des Nideggeners nicht mit einem konkreten Quadratmeterpreis übertroffen, sondern mit dem Gebot, zehn Cent pro Quadratmeter mehr zu zahlen als der Höchstbietende. Drei Bewerber hatte es offiziell gegeben.

Auch wegen der einstweiligen Verfügung wurde im Stadtrat, der ohne die im Urlaub weilende Bürgermeisterin beriet, deshalb am Dienstag in nichtöffentlicher Sitzung das Thema vertagt. Nun sollen sich die Mitglieder des Hauptausschusses noch einmal mit dem Verkauf beschäftigen.

Sie werden dann auch den Beschluss des Dürener Gerichtes kennen, da es sich nächste Woche Mittwoch mit dem Begehren des Geschäftsmannes beschäftigen muss. Außerdem hat sich die Kommunalaufsicht eingeschaltet; ein Ratsvertreter hatte die Behörde angeschrieben. Von der Dürener Bismarckstraße ging nun der Hinweis an die Stadt Nideggen, nichts zu unternehmen, was den Verkauf des Grundstückes besiegeln könnte. Die Kommunalaufsicht möchte den Vorgang zunächst prüfen. Für Diskussionsstoff sorgten auch die Schreiben eines vierten Interessenten, der am 6. Juli und Ende Juli in Briefen an die Verwaltung seine Kaufabsichten unterstrichen hatte. Die Mitglieder des Hauptausschusses, die sich am Tag des ersten Schreibens mit dem Verkauf beschäftigten, wussten nichts von diesem Interessenten. Nideggener Politiker fordern nun, dass künftig Ausschreibungen so detailliert wie möglich erfolgen sollen. Außerdem verweisen sie auf einen Beschluss des Rates, nachdem einzig dieser für Grundstücksgeschäfte zuständig ist.

In der von der FDP beantragten nichtöffentlichen Sitzung ging es auch um den Pachtvertrag Eschauel. Als die Verwaltung nach Aussage von Sitzungsteilnehmern davon sprach, dass nichts unterschrieben sei, zog SPD-Fraktionschef Keß eine Vertragskopie hervor - mit den Unterschriften von Göckemeyer und der Pächterin. Die zweite Unterschrift von Seiten der Stadt fehlte aber.
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