Ein großes Dankeschön für Dr. Dorothea Eimert

Von: Christoph Hahn
Letzte Aktualisierung:
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Vier für das Museum: Dezernent Hans Wabbel, Architekt Peter Kulka, die scheidende Leiterin Dr. Dorothea Eimert und Bürgermeister Paul Larue.

Düren. Ein Kapitel wurde neu geschrieben, ein weiteres ging zu Ende: Freunde der Kunst pilgerten längst nicht nur aus der Stadt und dem Kreis in das Dürener Leopold-Hoesch-Museum, das sich mit einer „Öffnungszeit” bis zum 10. Januar erstmals mit seinem ergänzenden Neubau der Öffentlichkeit präsentiert.

Zudem feierten am Sonntag Vertreter des öffentlichen Lebens (aber nicht nur sie) mit einem Festakt die scheidende Direktorin Dr. Dorothea Eimert, die dem Haus seit 1974 als wissenschaftliche Mitarbeiterin verbunden war und es seit 1978 geleitet hatte.

Dass es etwas mit ihr zu tun haben musste, dass das Museum sich schon einmal seinen Besuchern öffnete - Bürgermeister Paul Larue erhärtete diesen Verdacht durch seine eindeutige Aussage: „Ich werde dieses Haus nicht aufmachen außer mit Ihnen.”

Der Rathaus-Chef sprach´s und bekräftigte seine enge Verbundenheit mit der Kunst-Expertin, die das Museum durch ihr Wissen wie durch ihre Persönlichkeit nachhaltig geprägt hat.

Anspielend auf die deutsche Übersetzung des aus dem Griechischen stammenden Vornamens der Museumsfrau fügte Larue hinzu: „Sie waren wirklich ein Geschenk für dieses Haus und diese Stadt, ein Geschenk vom lieben Gott.”

Auch Baudezernent Hans Wabbel und der Architekt des „komplettierenden” Neubaus, Peter Kulka, zollten in ihren Ansprachen Dr. Eimert ihren Respekt.

Diese Kennerin der Moderne ist - und das bekundeten auch die zahlreichen Gäste im Treppenhaus des Museums durch ihre Anwesenheit - sich immer treu geblieben. Das gilt gerade für die Musik, die der Tochter eines bedeutenden zeitgenössischen Komponisten immer mindestens so nahe war wie Malerei, Bildhauerei und andere Künste.

Darum gehörten zum Programm am Sonntag nicht nur Reden, sondern auch Klänge - schräg und sinnlich zugleich dargeboten von Bosco Pohontsch und Rochus Aust auf Trompete und Muschelhorn, derweil Bruder Markus Aust die Klangregie besorgte.

Das Unkonventionelle, das aus den Tönen sprach, begeisterte auch die, für die eher die Bildende Kunst im Mittelpunkt steht. Denn unkonventionell sind sie, die Schöpfungen der „Anonymous Artists”, die bis zum Ende der „Öffnungszeit” den zentralen Saal des Erdgeschosses in Besitz genommen haben. Kunst ist halt immer eine Abenteuerreise. Auch darin ist sich Dr. Dorothea Eimert treu geblieben.
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