Ein gesunder Lebenswandel hilft, das Augenlicht zu erhalten

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Birgit Oepen und Lothar Schube
Birgit Oepen und Lothar Schubert vom Blinden- und Sehbehindertenverein Düren wollen mit Dr. Martin Göbbels (von links) gezielt bei der „Woche des Sehens” Menschen, die am Beginn eines Augenleidens stehen, aufklären. Foto: Bellgardt

Düren. „Sehkraft erhalten” - unter diesem Motto wendet sich der Blinden- und Sehbehindertenverein Düren (BSV) zur „Woche des Sehens” am Mittwoch, 28. September, gezielt an jene Menschen, die am Anfang einer Augenerkrankung stehen. Beginn der Info-Veranstaltung ist um 17 Uhr im Kongresszentrum des Krankenhauses Düren.

Wenn der Fliesenspiegel im Bad plötzlich wellenförmig wird, Tassen auf dem Frühstückstisch verschwinden oder einzelne Bereiche im Sichtfeld unscharf werden, leidet man bereits an den drei häufigsten Gründen für Erblindungen: der altersbedingten Makuladegeneration, dem Grünen Star und der diabetischen Schädigung der Netzhaut.

Mit einer Informationsausstellung von Lesehilfen, Brillen, Beleuchtungssystemen, Computerarbeitsplätzen und Hilfsmittel für den Haushalt wollen der Blindenverein und seine Partner aufklären. Auskunft über häufige Augenerkrankungen gibt es ab 18 Uhr beim Vortrag von Dr. Martin Göbbels, Augenarzt am Dürener Krankenhaus, zur Früherkennung und neuen Behandlungsmethoden.

Alleine im Kreis Düren leben rund 800 Blinde und 4000 Sehbehinderte Menschen. „Gutes Sehen ist nicht selbstverständlich. Wir müssen unseren Augen von Anfang an besondere Aufmerksamkeit zukommen lassen”, mahnt die Vorsitzende des BSV, Birgit Oepen. Dr. Göbbels empfiehlt daher, ab dem 40. Lebensjahr mindestens alle zwei Jahre einen Sehtest zu machen.

Sinneszellen haben im Körper unter allen Zellen den höchsten Sauerstoffverbrauch. Man bekommt sie einmal bei der Geburt, sie werden nie ersetzt und müssen ein Leben lang halten. Eine hohe Dosis von UV-Licht, Rauchen und übermäßiger Alkoholgenuss haben einen Einfluss auf die Lebensdauer dieser Zellen. „Wir können mit bewussten Lebensgewohnheiten viel für den Erhalt des Augenlichtes tun. Auch eine gesunde vitaminreiche Ernährung ist von Vorteil, ” rät Göbbels.

„Auch wenn alle medizinischen Maßnahmen nicht fruchten, muss man nicht denken, dass die große Katastrophe eintritt. Unsere Ausstellung zeigt Hilfsmitteln und -angebote, mit denen man trotz einer hochgradigen Sehbehinderung noch ein gutes Leben führen kann,” macht Lothar Schubert Mut.
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