Ein Fest von Liedern, Arien und Texten im Ühledömche

Von: Bruno Elberfeld
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Konzert im Ühledömche: Die Sopranistin Eva Bauchmüller (r.) wurde während ihres Konzertes am Klavier von Yoshiko Hashimoto begleitet. Die Dürener Sängerin studierte in Köln an der Musikhochschule. Foto: bel

Düren. Der doppelseitige Programmflyer der Dürener Pfarre St. Lukas zu Konzert und Lesung im altehrwürdigen Ühledömche unweit der Kölner Landstraße konnte in seiner Bescheidenheit nicht verraten, was die Gäste an diesem ersten Sonntag im Juli im Kircheninnern erwartete.

Die Sopransängerin Eva Bauchmüller präsentierte eine Auswahl von Liedern Robert Schumanns aus dem „Liederkreis Op. 39“. Die Texte stammen aus der Feder von Joseph von Eichendorff. Unter den ausgewählten Texten waren Musiktitel wie „In der Fremde“, „Waldesgespräch“, „Die Stille“, „Mondnacht“ und „Schöne Fremde“. Die empathische Sopranstimme Eva Bauchmüllers, genial am Klavier von Yoshiko Hashimoto begleitet, traf den Nerv der Lieder: mal leidenschaftlich, mal verhalten, mal in sich ruhend. Es war das, was Eichendorff und sein Vertoner Schumann bei ihrem Tun im Auge hatten.

Piano-Darbietung überzeugt

Texte von Friedrich Hölderlin, eine Uraufführung aus „Ehemals und Jetzt“, in der Vertonung von Thorsten Schmid-Kapfenburg, demonstrierten den begeisterten Hörern die Spannbreite, in der Eva Bauchmüller sich musikalisch bewegt. „Ehemals und Jetzt“, „Abbitte“, „Die Liebenden“ sowie „Menschenbeifall“ umspannen Situationen, die in der Romantik sowohl von den Komponisten als auch von den Dichtern thematisiert wurden. Es folgte das Lied „Das Schloss am Meer“ von Richard Strauß als eine Hommage an Robert Schumann.

Mit Klavierstücken wie dem „Präludium C-Dur“ aus dem „Wohltemperierten Klavier“ von Johann Sebastian Bach überzeugte Pianistin Hashimoto die Gäste im Ühledömche.

Aufgelockert wurden die Lieder mit eher ernsten Inhalt durch Ohrwürmer, die von vielen Menschen vor Jahrzehnten oft noch auf der Straße gesummt wurden. „Die Tausendundzweite Nacht“, „Heut‘ Abend lad‘ ich mir die Liebe ein“, Filmmusik aus dem Ufa-Film „Das Lied der Wüste“ oder „Die Frau meiner Träume“ von Franz Grothe. Eva Bauchmüller bewies damit, dass es keine schlechte und keine gute Musik, sondern nur schlecht gemachte oder gut gemachte Musik gibt.

Besonders beeindruckend war die „Arie der Dalinda“ von Georg Friedrich Händel, mit der Bauchmüller zeigte, dass ihr auch das Opernfach nicht fremd ist. Eine Oper hat sie bereits in Köln gesungen. Der Dritte im Bund der Künstler war Manuel Herwig, Schauspieler, mit Stationen an verschiedenen Theatern in Deutschland. Sein Schwerpunkt lag bei den Hamburger Theatern. Zur Zeit hat er ein Engagement am Theater in Münster. Er las im Ühledömche eigene Texte vor. Unterstützt wurde das vielfältige Kirchenkonzert von der Dürener Bürgerstiftung.

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