Ein Dürener führt jetzt die Luftwaffe

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Inspekteur Karl Müllner übertrug am Montag das Kommando über die Einsatz-Luftwaffe von Peter Schelzig auf den gebürtigen Dürener Martin Richard Schelleis. Foto: ja

Nörvenich. Eurofighter im Formationsflug neben Kampfflugzeugen vom Typ Phantom und Tornado, Transall-Maschinen und Transporthubschrauber vom Typ Sirkorsky CH 53, dazu ein Airbus, der die Luftbetankung simulierte: Die Luftwaffe bot am Montag am Himmel über Nörvenich anlässlich der Übergabe des Luftwaffenführungskommandos einiges auf.

„Dieses sichtbare Erleben der ‚Dritten Dimension‘ gehört für mich unverzichtbar zum Selbstverständnis unserer Luftwaffe“, betonte Generalleutnant Karl Müllner gleich zu Beginn des feierlichen Übergabeappells. Und der Inspekteur der Luftwaffe machte deutlich, dass die Luftstreitkräfte angesichts der jüngsten Konflikte in Libyen, Syrien und Mali in Zukunft wohl international noch mehr gefordert sein werden als bisher. Müllner verwies auf die Bereiche Aufklärung und Überwachung, die unmittelbare und präzise Wirkung möglichst aus der Distanz, die gesicherte Abwehr gegen jegliche Bedrohung aus der Luft und die effektive Unterstützung eigener Kräfte der Bundeswehr oder Verbündeter.

Verantwortlich für die Luftwaffe im Einsatz ist seit Montag ein gebürtiger Dürener. Als Nachfolger von Generalleutnant Peter Schelzig, der als Stellvertreter des Generalinspekteurs der Bundeswehr ins Verteidigungsministerium nach Berlin wechselt, übernahm Generalmajor Martin Richard Schelleis als Befehlshaber das Kommando über rund 29.000 Männer und Frauen, zu denen auch die 1100 Soldaten des in Nörvenich stationierten Jagdbombergeschwaders 31 „Boelcke“ gehören.

Hinter Martin Richard Schelleis, der schon als Kind mit seinen Eltern aus Düren wegzog, liegt ein bewegtes Soldatenleben mit rund 2300 Flugstunden, vor allem im Tornado. Obschon an der Rur geboren, war er nie in Nörvenich stationiert. Er sammelte Erfahrungen an anderen Standorten der Bundeswehr, im Ministerium, bei der NATO und bei zwei Afghanistan-Einsätzen. Und dennoch weiß er um die Qualität des Nörvenicher Geschwaders. „Er war zuletzt einer der maßgeblichen Weichensteller für die Neuausrichtung der Bundeswehr“, betonte Inspekteur Müllner. Damit war Schelleis auch mitverantwortlich für den Erhalt des Standorts Nörvenich.

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