Düren - Ein Comedian, Lästermaul und Geschichtenerzähler

Ein Comedian, Lästermaul und Geschichtenerzähler

Von: dama
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Bernd Stelter präsentierte bei seinem Gastspiel im Haus der Stadt Lieder zum Nachdenken und zum Schmunzeln. Die Zuschauer dankten es ihm. Foto: Martinak

Düren. Bernd Stelter plaudert – „von Hunderten fröhlichen Menschen umgeben“ – im Haus der Stadt über Pickel, Buddha und Margarine. Ohne großes Trara, gekonnt lässig und auf den Punkt gebracht: „‘n Abend.“ Von überschwänglichen Begrüßungen hielt Bernd Stelter an diesem Abend nichts. Hier wurde mal ein Händchen geschüttelt, dort gefragt, wie es so geht, und noch schnell darauf hingewiesen, dass in der ersten Reihe noch ein paar Plätze frei sind.

 Prompt eilten zwei Besucher nach vorne, um den Star des Abends besser sehen zu können. „Mutig“, fand Stelter, der ebenfalls feststellte, dass es sonst nicht mehr viele Möglichkeiten gab, sich im Haus der Stadt umzusetzen. Rappelvoll war es.

„Ich bin von Hunderten fröhlichen Menschen umgeben“, freute sich der Comedian, und stellte gleich im Anschluss die Frage: „Sind auch Deutsche hier?“ Bekanntlich sei es ja nun einmal so, dass die Deutschen eher unzufrieden sind und bekannt dafür, die Mundwinkel nach unten zu ziehen.

Und auch die Dürener Gäste sollten doch bitte mal „die Merkel machen“ und ihre Sitznachbarn anschauen. Stelter, der im Fernsehen bundesweit bekannt wurde, betonte, dass die Bühne sein liebstes Terrain ist, und bewies das in den zweieinhalb Stunden mehr als genug. „Papa ist ne Knackwurst“ war sein ehemaliges Kabarettprogramm über die Sorgen und Nöte eines Vaters mit seinem viertel- und halbwüchsigen Nachwuchs.

Aber mit dem Papa werden auch die Kinder älter. So heißt sein aktuelles Programm, das er im Dürener Haus der Stadt aufführte, folgerichtig: „Pubertät ist mehr als Pickel!“ In der Papierstadt zeigte er sich als Stand-up-Comedian, als Lästermaul und als Geschichtenerzähler.

Aber auch als Sänger, mit Liedern zum Mitträumen und Liedern zum Schmunzeln – mal als „Helmut“, der Spirituelle, mal als Hip-Hopper, mal als Stelter selbst. Er erzählte von Tai Chi, Après-Ski, Buddha und Margarine, und er rappte die Geschichte des Froschkönigs.

Obwohl sich das Publikum nicht direkt „vor Begeisterung in die stabile Seitenlage legte“ zeigten ihm die Dürener auf herkömmliche Art, was sie von diesem Auftritt hielten: Unermüdlicher Applaus, herzhaftes Lachen und Ovationen dienten als Lob für eine Vorstellung, die die Bandbreite des Künstlers zeigte. „Einfach gut“, lautete schlicht und einfach die Resonanz der Besucher.

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