Ein Blick zurück in die Geschichte des Ortes

Von: gkli
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Thea Cremer (2.v.re) und Walli Grassmann (4.v.li.) freuen sich über die neue Errungenschaft, die Auskünfte über die Geschichte von Abenden beinhaltet. Foto: Gudrun Klinkhammer

Abenden. Einen Blick weit zurück in die Geschichte erlauben die Angaben auf einer neue Infoafel. Im Kirchgärtchen, einem kleinen Platz, zentral gelegen in Abenden, wurde die Tafel am Montagnachmittag feierlich enthüllt. Initiatorin Thea Cremer, Abendener Urgestein und Mitglied im Nideggener Heimat- und Geschichtsverein, gab die neue Errungenschaft gemeinsam mit Nideggens Bürgermeister Marco Schmunkamp frei.

Viele anwesende Bürger freuten sich über das Novum ebenso wie Petra Tutlies vom LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland, Außenstelle Nideggen, und Ortsvorsteherin Walli Grassmann.

Der Vorsitzende des Vereins, Herbert Bohland, dankte allen Aktiven, unter anderem Metallbaumeister Christoph Riem, der die Halterung der Tafel anfertigte und Vereinsmitglied Heinz Bücker, der das gute Stück auf eigene Kosten transportierte. Dann gab Bohland einen kleinen geschichtlichen Abriss, den auch die Tafel in Schrift, Bild und QR-Code enthält. Bereits die Kelten und die Römer hatten das schöne Rurtal entdeckt. 1189 wurde Abenden zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Der Name setzt sich aus den Worten „Auen“ und „Benden“ zusammen, beide Vokabeln stehen für saftig grüne Wiesen im Talkessel.

Im Jahr 1189 wird eine Wall- und Fluchtburg erwähnt, die auf dem Berg Hundsley stand. Noch heute sind Reste in Form von tiefen Gräben auszumachen. 1863 wurde eine erste Kapelle im Ort errichtet. Diese stand früher dort, wo jetzt die Tafel steht. 1902 erreichte die Eisenbahn den historisch anmutenden Ort, in dem viele Fachwerkhäuser noch aus dem 17. Jahrhundert stammen. Ebenso eine barocke Sonnenuhr, die in einem privaten Garten, allerdings für jeden sichtbar, aufgestellt wurde.

Die Sonnenuhr besteht aus heimischem Sandstein und stammt aus dem Jahr 1734. Cremer, die nach der Enthüllung der Tafel mit den Anwesenden eine Ortsbegehung unternahm, sagte: „Von derartigen Sonnenuhren gibt es in Deutschland vielleicht noch 40 Stück.“ Weitere Informationen zum Heimat- und Geschichtsverein Nideggen gibt es im Internet.

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