Düren - Ein Blick in die Zukunft des Öffentlichen Personennahverkehrs

Ein Blick in die Zukunft des Öffentlichen Personennahverkehrs

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Ein Beispiel einer dynamischen Fahrgastinformationstafel, die Ankunftszeiten der Busse auf Basis der Echtzeit-Daten liefert. Foto: Abels

Düren. Mit dem Smartphone den Weg zur nächstgelegenen Bus- oder Bahnhaltestelle finden, via Satellitenortung der Fahrzeuge aktuelle Informationen über die Abfahrtszeiten und Anschlüsse erhalten und direkt das benötigte Ticket online kaufen, das dann von Barcode-Scannern gelesen wird...

Hans-Joachim Sistenich, Geschäftsführer der Nahverkehr Rheinland GmbH (NVR), hat am Mittwoch schon einmal einen Blick in die Zukunft des Öffentlichen Personennahverkehrs geworfen, wie sie binnen Jahresfrist im gesamten Rheinland und damit auch im Kreis Düren Realität werden soll.

Der Busfahrer liest - noch - den Barcode aus

Seit einigen Tagen können Fahrgäste im Aachener Verkehrsverbund (AVV) zwar bereits ihre Fahrausweise via Mobiltelefon lösen, noch aber muss der empfangene Barcode von den Busfahrern selbst ausgelesen werden. Das kostet Zeit.

Ab Frühjahr 2012 soll sich das ändern. Bis dahin will die Dürener Kreisbahn (DKB) in einem dreistufigen Konzept dynamische Fahrgastinformationen mit verbessertem Service einführen. 1,95 Millionen nehmen DKB und NVR, der die Maßnahme mit 1,24 Millionen Euro fördert, in die Hand, um die Qualität des ÖPNV nachhaltig zu verbessern, die Zufriedenheit der Kunden zu steigern und nicht zuletzt neue zu gewinnen.

„Wir werden in 100 Bussen Barcode-Leser einbauen”, erklärt DKB-Geschäftsführer Bernd Böhnke den ersten Schritt, der die 70 Busse der DKB, aber auch 30 Fahrzeuge von Subunternehmern betrifft. Sie sollen dafür sorgen, dass die E-Tickets automatisch gelesen werden, so dass die Anhaltezeit beim Ein- und Ausstieg verkürzt werden kann.

Parallel dazu werden die Busse mit GPS-Empfängern ausgerüstet und das Betriebsleitsystem der DKB wird an die regionale Koordinierungsstelle des AVV angeschlossen, so dass in einem dritten Schritt Fahrplanauskünfte auf die Minute genau auf der Basis der Ist-Daten (Wo befindet sich der betreffende Bus im Moment der Abfrage?) bereitgestellt werden können; via Internet natürlich, aber im Dürener Stadtgebiet an vier zentralen Haltestellen auch über elektronische Anzeigetafeln.

Diese sollen dem Fahrgast detailliert Auskunft darüber geben, in wie vielen Minuten er beispielsweise mit der Linie 207 Richtung Merzenich rechnen kann, oder mitteilen, ob der Busverkehr - wie während des Schneechaos rund um das vergangene Weihnachtsfest - eingestellt werden muss. Denn, so das Credo von NVR, DKB und Kreis Düren, vertreten durch Landrat Wolfgang Spelthahn: „Nur ein informierter Fahrgast ist auch ein zufriedener Fahrgast.”

Ausgestattet werden zuerst einmal der Kaiserplatz, der „ZOB” am Bahnhof sowie die Haltestellen Stadtcenter und Kreishaus, erklärt Böhnke, der sich am Zentralen Omnibusbahnhof beispielsweise im Endausbau auch dynamische Infos über Anschlüsse zu Bahn- und Rurtalbahnlinien vorstellen kann.
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