Ein Blick hinter die Ausstellung und in die Depots

Von: sj
Letzte Aktualisierung:
12689014.jpg
Direktorin Dr. Renate Goldmann wird die Teilnehmer der DZ-Sommertour durch das Leopold-Hoesch-Museum führen. Foto: Stephan Johnen

Düren. Klassische Moderne, Expressionismus, Neue Sachlichkeit: Die umfangreiche Sammlung ist gefragt, ein Stück des Leopold-Hoesch-Museums ist immer in der Welt der Kunst anzutreffen, das Dürener Haus ist stark in den internationalen Leihverkehr integriert und stellt Exponate zur Verfügung.

Gemälde und Grafiken, die sonst in den Depots lagern, waren beispielsweise schon im Guggenheim Museum New York zu sehen. Dieses Jahr werden Werke unter anderen nach Zwolle und Bonn ausgeliehen. Ein bekanntes Selbstbildnis von Otto Dix geht bald auf ziemlich weite Reise: ins Nationalmuseum nach Mexiko-Stadt, zuvor wird das Werk nach Kanada ausgeliehen. Doch wie funktioniert das? Welche Arbeiten werden täglich in einem Museum erledigt?

Die Antwort auf diese Fragen gibt es im Keller. Dort, wo sonst kein Besucher hinkommt, liegen wichtige Räume. Für 20 DZ-Leser werden sich die ansonsten gut verschlossenen Türen des Grafik- und des Gemälde-Depots öffnen. Die letzte Etappe unserer Sommertour führt am Freitag, 19. August, in das Leopold-Hoesch-Museum. Direktorin Dr. Renate Goldmann und Registrarin Dr. Tina Roßbroich übernehmen die Führung und wollen den Teilnehmern einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen.

Wie wird eine Ausstellung geplant? Welche Objekte stammen aus der eigenen Sammlung – und wie kommt das Leopold-Hoesch-Museum an die Kunstwerke anderer Häuser? Diesen und anderen Fragen gehen wir während der rund zweistündigen Führung auf den Grund.

Neben Informationen zur Geschichte des Museums, zum Erweiterungsbau, zur Architektur und zu den Sammlungen und Stiftungen gibt es eine kurze Führung durch die aktuellen Ausstellungen. Höhepunkt wird aber der Gang in den Keller, in die Depots und die Technikräume des Kunsttempels sein.

„Vor Ort lässt sich viel lebendiger und anschaulicher erklären, wie Werke gelagert und für den Transport in ein anderes Museum vorbereitet werden“, ist Renate Goldmann überzeugt, das Interesse vieler Menschen zu wecken, die sich bereits für Kunst interessieren, aber vielleicht auch Menschen anzusprechen, die einmal Neuland betreten möchten. Einen kleinen Exkurs soll es auch zu den Themen Restaurierung und fachgerechter Reinigung der Gemälde und Grafiken geben.

„Ohne einen zum Teil enormen technischen Aufwand und die idealen Lagerungsbedingungen in den Depots würden auch viele Kunstwerke einem natürlichen Zerfallsprozess unterliegen“, erklärt die Direktorin. Zu den Aufgaben eines Museums gehöre jedoch nicht nur Präsentation von Kunst. Hinter den Kulissen kümmern sich die Mitarbeiter auch um das Erforschen, das Sammeln und das Bewahren. Mehr dazu am 19. August.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert