Heimbach - Ein Benefizkonzert für die Clemensglocke

Ein Benefizkonzert für die Clemensglocke

Von: ale
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Sie erfreuten die Zuhörer auf einem Benefizkonzert: Organist Peter Mellentin und Sopranistin Martina Garth. Foto: Lauscher

Heimbach. Für die Sanierung „ihrer“ Clemensglocke lassen sich die Heimbacher allerhand einfallen. Seit über zwei Jahren vermisst man in dem Eifelstädtchen den Klang der schweren Glocke, die im Februar aus dem Turm genommen wurde und sich nun zur Reparatur in einem bayrischen Glockenschweißerbetrieb befindet.

Jetzt waren Musikfreunde zu einem Benefizkonzert in die Wallfahrtskirche eingeladen, der Erlös des Nachmittags wird für die Sanierung gespendet.

„Heute, am dritten Fastensonntag, einem wunderschönen sonnigen Frühlingstag, laden wir Sie ein zu einem Moment der Auszeit, der inneren Sammlung“, begrüßte Pfarrer Dr. Christian Blumenthal die Menschen in der Kirche. Er machte darauf aufmerksam, dass man im ersten Teil des Konzerts Musikstücke hören werde, die in die Fastenzeit passen. Der zweite Teil sei dagegen marianischen Themen gewidmet.

Das Konzert, in dem Peter Mellentin als Organist und Martina Garth als Sopranistin in wunderbarem Zusammenspiel glänzten, hätte mehr Zuhörer verdient gehabt. Aber vielleicht war das Wetter einfach zu schön, so dass die Menschen den Aufenthalt im Freien vorzogen. Nach einem feierlichen Präludium von Nicolaus Bruhns lernte man das enorme Stimmvolumen der Sopranistin kennen. In der getragenen, ruhig schreitenden Melodie des „Dank sei dir, Herr“ von Georg Friedrich Händel und im anschließenden „Lascia ch’io pianga“ erreichte Martina Garth mit klarer Stimme in der guten Akustik im Kirchenraum nahezu jeden Winkel.

Ergreifend klang das Lied „Maria sitzt am Rosenhag“ von Max Reger, die hohen Töne gelangen der Sopranistin gut, und ein gefühlvolles Orgelspiel begleitete sie.

Ave Maria von Verdi

In zwei unterschiedlichen Versionen wandten sich die Künstler an die Gottesmutter: Peter Mellentin spielte das Ave Maria von Franz Liszt solo auf der Orgel. Die Zuhörer erlebten ein melodiöses Stück, in dem zarte Töne vorherrschten. Dann lauschte man der Sängerin, die das Ave Maria von Guiseppe Verdi vortrug, es begann wie ein Rezitativ und ließ dann den schönen Sopran in den Höhen mit starkem Ausdruck brillieren. Dafür gab es langanhaltenden Applaus.

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