„Eigene Solarkraftwerke“: Stadtwerke setzen auf Photovoltaik für Privatleute

Von: cro
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Die Energie-Experten der Stadtwerke setzen auf Photovoltaik in Düren (v.l.): Ingo Vosen, Dr. Michael Kerper, Lothar Koullen und Geschäftsführer Heinrich Klocke. Foto: Rose

Düren. Die Energiewende kommt auf die Dächer der Stadt. So wollen es die Stadtwerke Düren (SWD), die deswegen mit einem Rundum-Service für Photovoltaik-Anlagen werben. SWD-Geschäftsführer Heinrich Klocke nennt es das „eigene Solarkraftwerk“, das sich Dürens Bürger auf ihr Haus setzen können, um sich unabhängiger vom Strommarkt zu machen.

Haushalte könnten bis zu 50 Prozent des Eigenverbrauchs decken. Die SWD unterstützt ihre Kunden von der Planung an über die Installation bis hin zur Wartung.

Vor der technischen Umsetzung ist vor allem die Preisfrage die entscheidende, die Interessenten vor einer Investition stellen werden. Lothar Koullen erläutert, dass sich eine Photovoltaik-Anlage nach etwa zehn Jahren amortisieren würde. „Familien-Haushalte können mehrere Hundert Euro pro Jahr sparen. 500 bis 800 Euro sind möglich“, sagt der Projektleiter für Erneuerbare Energien bei den Stadtwerken.

Die Einsparungen setzen sich aus nicht zu zahlenden Steuern und Abgaben sowie Vergütungen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zusammen, wenn Kunden ihren überschüssigen Strom ins öffentliche Stromnetz einspeisen. Vorausgesetzt ist ein Jahresverbrauch von mindestens 3500 Kilowattstunden bei einer Anlage von mindestens 16,5 Quadratmetern Größe. Die Anlagen kosten nach Angaben der Stadtwerke im Durchschnitt mindestens 5000 Euro und würden 25 bis 30 Jahre funktionstüchtig sein.

Darüber hinaus hätte das neue SWD-Angebot für Kunden den Vorteil, dass sie den produzierten Strom selbst verbrauchen können, anstatt diesen ausschließlich ins Stromnetz einzuspeisen und ihn darüber zu beziehen. Außerdem: „Selbst wenn Haushalte mit einer Anlage ein Stück weit unabhängig sind, werden die Kunden nie ohne Strom sein, wenn Sie nicht genügend produzieren“, erklärt Koullen.

„Langfristig valides Geschäft“

Bei der Präsentation des Angebots hebt Betriebsleiter Ingo Vosen hervor, dass eine Investition in Solarenergie Stand jetzt ein „langfristig valides Geschäft“ sei. „Perspektivisch steigen die Ersparnisse weiter, die Energiewende ist schließlich auch ein politisches Ziel“, sagt Vosen. Geschäftsführer Klocke wies zudem auf den Bestandsschutz hin, falls in der Zukunft Gesetze geändert würden, die Privatleuten eben heute die von den Stadtwerken angepriesenen Einsparungen ermöglichen. Wer also mittelfristig investiere, sei auf der sicheren Seite.

Nach Angaben von Klocke würden bundesweit etwa 50 Stadtwerke die Photovoltaik-Projekte für Privathaushalte vorantreiben. Dieser Schritt ist für das Dürener Unternehmen zusätzlich zu Beteiligungen an Solarkraft-Projekten auf öffentlichen Gebäuden oder etwa dem Solarpark in Inden ein weiterer Baustein in Sachen Erneuerbare Energien. Das Unternehmen betont, für die Arbeiten auf das lokale und regionale Handwerk zu setzen. Man wolle schließlich seinem Motto „Für Dich. Für Düren.“ treubleiben.

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