Düren - Eigene CD: Ist „i.n.a.“ mit Unterstützung der Fans bald am Ziel?

Eigene CD: Ist „i.n.a.“ mit Unterstützung der Fans bald am Ziel?

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Songs zwischen Pop und Jazz mit viel Leidenschaft und Hingabe präsentierte Ina Hagenau mit ihrer Band. Mittels „Crowdfunding“ sollen die Stücke als CD veröffentlicht werden.

Düren. Ab jetzt keine Kompromisse mehr: Ina Hagenau und ihre Band haben ein neues Album aufgenommen und wollen die Veröffentlichung selbst in die Hand nehmen. „Wir haben lange nach Labels gesucht, aber alle wollten etwas an unserer Musik ändern“, berichtet die Dürener Sängerin.

Wie ihre Musik zu klingen hat – das wollen sich die Musiker von „i.n.a.“ aber von niemandem sagen lassen. Darum strebt man nun das Album-Release in Eigenregie an. Einen entscheidenden Haken hat die Sache jedoch: Mit der Veröffentlichung in Eigenregie kommen auf die Band erhebliche Kosten zu. So hat Ina Hagenau mit ihren Bandkollegen Sebastian Bauer (Schlagzeug), BenTai Trawinski (Kontrabass) und Stefan Michalke (Piano) die zehn Songs zwar schon im März im Kölner Topaz-Studio aufgenommen, diese müssen aber noch gemixt und gemastered werden, CDs gepresst, ein Cover erstellt und gedruckt sowie Kosten für Promotion und PR gestemmt werden.

Die Mittel hierfür soll eine „Crowdfunding“-Kampagne im Internet bereitstellen. Über die Plattform www.startnext.de kann man die Band finanziell unterstützen und so nicht nur für 15 Euro das neue Album vorbestellen, sondern auch allerlei weitere Bonbons erstehen, angefangen beim Klingelton fürs Handy für drei Euro bis hin zum privaten Wohnzimmerkonzert für 800 Euro. Auf diese Weise wollen die Musiker 5000 Euro sammeln.

Seit Anfang Juli läuft die Aktion der Band schon und mit mehr als 3300 Euro liegt man recht gut im Rennen. Es gibt einen Schlusstermin für das Erreichen der anvisierten 5000 Euro: Bis Donnerstag, 28. August, 23.59 Uhr, muss der Kontostand bei „Startnext“ die angepeilte Summe anzeigen, ansonsten geht das bereits gesammelte Geld wieder an die Unterstützer der Band zurück und die geplante CD-Veröffentlichung würde wieder in weite Ferne rücken. Ina Hagenau: „Einen Plan B gibt es nicht, dann müssten wir erstmal warten, bis wir das Geld anderweitig beschaffen können und das würde mindestens ein halbes Jahr dauern.“

Die Dürenerin ist aber zuversichtlich, dass das „Crowdfunding“ der Band von Erfolg gekrönt sein wird. „Es ist total faszinierend und sehr schön zu erleben, wie viele Leute Vertrauen in uns haben und uns unterstützen“, so Hagenau. Dabei finden sich unter den Unterstützern der Band nicht nur die vermeintlichen Tanten und Onkels der Bandmitglieder, sondern auch wildfremde Menschen.

Um die „Crowdfunding“-Kampagne zum Erfolg zu führen, rührt „i.n.a.“ derzeit mit sogenannten „wilden Konzerten“ die Werbetrommel für ihr Anliegen. Dabei tritt die Band in für Konzerte eher ungewöhnlichen Örtlichkeiten, wie einem Friseursalon oder Buchladen, auf.

Große Gefühle

Am Freitag präsentierten Ina Hagenau, Sebastian Bauer, BenTai Trawinski und Aushilfs-Klavierspieler Mischa Ruhr im Plattenladen „Neues Hören“ ihre neuen Songs. Zu hören gab es dabei Stücke zwischen Pop und Jazz, mal fröhlich und beschwingt, mal träumerisch oder auch mal düster. Die Musiker um Ina Hagenau verstehen es auf der Klaviatur der großen Gefühle zu spielen und scheuen auch nicht vor experimentelleren Ausflügen wie beim Stück „Ghosttown“ zurück.

Es war ein Konzert, das Lust auf das neue Album machte und ein größeres Publikum verdient gehabt hätte: Nur wenige Zuhörer fanden den Weg ins „Neue Hören“, der Spielfreude der Musiker tat dies jedoch keinen Abbruch, kompromisslos gut eben.

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