Schwammenauel - Eifeler Rockband „Wibbelstetz“ spielt auf der „Stella Maris“

Eifeler Rockband „Wibbelstetz“ spielt auf der „Stella Maris“

Von: Gudrun Klinkhammer
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Die Eifelrocker „Wibbelstetz“ mit Frontmann Günter Hochgürtel unterhielten ihre Zuhörer bis tief in die Nacht hinein. Foto: Gudrun Klinkhammer

Schwammenauel. Die untergehende Sonne küsste am Samstagabend bereits zart den Horizont, da legte die Stella Maris, das größte Schiff der Rurseeflotte, noch einmal ab und fuhr von Schwammenauel aus gemächlich in die Dunkelheit hinein.

Die Passagiere richteten sich auf einen gemütlichen, stimmungsvollen Abend ein, der erst um Mitternacht ausklingen sollte. Während Chefkapitän Klaus Blumberg das knapp 38 Meter lange und 7,10 Meter breite Schiff sicher über die Wasseroberfläche gleiten ließ, konzertierte im bunten Scheinwerferlicht die Eifelrockband „Wibbelstetz“ auf dem ebenerdigen Schiffsdeck. Frontmann Günter Hochgürtel ist für sein plaudriges Wesen und für seine Liebe zur Musik bekannt. Seit 32 Jahren tourt er mit seinen Bandkollegen durch die Eifel, gibt fleißig und kontinuierlich Konzerte und kann inzwischen auf eine beachtliche Fangemeinde verweisen.

„Ein Konzert auf der Stella Maris gehört seit mindestens zehn Jahren zu unserem Jahresablauf“, sagte am Rande des Konzerts „Wibbelstetz“-Akkordeonist Linus Krämer. Und dann kamen sie, die Geschichten von Günter Hochgürtel, die die Fans immer wieder gerne hören und die Lieder, die sie in der Regel auswendig mitsingen können. Den Rursee bezeichnet Hochgürtel als einen der schönsten Plätze der Welt.

Ins Wasser gefallen

Doch gelegentlich treibt es ihn mit seiner Frau Barbara in weiter entfernte Gefilde, so etwa nach Sardinien. Auch dort gibt es Wasser, und mit einem Kanu wollten die beiden über das große Meer schippern. Günter Hochgürtel hatte es allerdings ausgerechnet zu dieser Zeit im Kreuz. Es kam, was kommen musste: Der Eifeltrobadour wollte unter südlicher Sonne mit einer abfedernden Rettungsweste sein Kreuz unterstützen.

Bereits im Kanu sitzend hantierte er herum, beugte sich dabei zu weit nach links und verließ mit seiner Frau kopfüber und ziemlich plötzlich das schmale Wassergefährt in Richtung Meeresgrund. Günter Hochgürtel sagte augenzwinkernd: „Es ging zack rein in das Wasser, und während es meine Frau zurück in das Kanu schaffte, blieb ich draußen, aber ich habe überlebt.“

Ihre bekannten Songs reihte „Wibbelstetz“ auf der Stella Maris aneinander wie die Perlen auf eine Schnur, so zum Beispiel „Eines Dags bin ich fott“, „Irgendwann musste jon“ und „Himbeermarmelad“. Die gut 100 Besucher hatten ihren Spaß, sangen und tanzten kräftig mit. Ohne Komplikationen zog das Schiff seine Bahnen. Der sehr niedrige Wasserstand des Rursees machte keine Probleme. Klaus Blumberg: „Wir meiden zwar aus Sicherheitsgründen momentan gewisse Untiefen, aber die Stella Maris hat sowieso nur einen Tiefgang von 98 Zentimetern.“

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