Eier sind für Margot Sommer „kleine Leinwände“

Von: smb
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Margot Sommer
Nicht nur zur Osterzeit: Margot Sommer befasst sich seit Jahren mit der „Kunst auf dem Ei“. Foto: smb

Merken. Kunterbunte Eier stehen mittlerweile das ganze Jahr über im Supermarktregal. So richtig gut schmecken sie aber doch nur in diesen Tagen. An allen Orten wird ausgeblasen, gefärbt und geklebt. So manches Osterei wird sogar mit viel Liebe kunstvoll verziert, so dass es zum Eiertitschen eigentlich zu Schade ist.

Jeder, der schon mal versucht hat, nicht nur Farbe, sondern Kunst aufs Ei zu bringen, weiß, dass das gar nicht so einfach ist.

Margot Sommer befasst sich seit Jahren mit der „Kunst auf dem Ei“ – und das nicht nur zur Osterzeit. Eier sind für sie „kleine Leinwände“, die sie mit Pinsel und Aquarellfarbe bemalt. In jungen Jahren hat sich die 77-Jährige mit der Bauernmalerei befasst und unter anderem Truhen verziert. „Aber eigentlich male ich nicht gerne großflächig. Als ich zum ersten Mal ‚Kunst am Ei‘ gesehen habe, war ich sofort begeistert“, erzählt sie.

Wenn die Leute ihre Eier anschauen, dann denken sie an Abziehbildchen oder Serviettentechnik. Aber Margot Sommer zieht jeden Strich mit dem Pinsel. Weil Hühnereier sehr zerbrechlich sind, greift sie gerne zu Gänse- oder Straußeneiern, auch die Eier von Stockenten, Schwänen und Zwerghühnern hat sie schon bemalt.

Aber bis die Kunst beginnt, steht Arbeit an. Das klassische Ausblasen der Eier kommt nicht infrage, weil möglichst nur ein Loch ins Ei soll. Mit einer Spezialkonstruktion aus Nadel, Schlauch und Luftpumpe presst die Merkenerin Eiweiß und Dotter aus der Schale. Dann greift sie zu einer Riesenspritze, um das Ei etliche Male mit Spüli und Wasser auszuwaschen. „Die Kunstwerke sollen schließlich nicht stinken“, sagt sie lachend. Dann wird gemalt.

Freihand und ohne Lupe. Blumen, Tiere, Landschafen, Malereien im Stil der Häschenschule, Texte, Elfen und spielende Kinder. Aufs Ei kommt, was gefällt. „Weihnachtliche Motive habe ich aber noch nicht ausprobiert“, sagt Margot Sommer. Rührei kommt bei den Sommers aber trotz des außergewöhnlichen Hobbys nicht jeden Tag auf den Tisch. Was vorher in den Kunstwerken steckte, wird von einer Bekannten zu Tierfutter verarbeitet.

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