Ehrgeiziges Bauprogramm in 2017

Von: Burkhard Giesen
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Die schon lange anstehende Sanierung der naturwissenschaftlichen Räume des Burgau-Gymnasiums soll 2017 erfolgen. Foto: inla

Düren. Wenn Helmut Harperscheidt vom städtischen Amt für Gebäudemanagement erzählen soll, welche Projekte die Verwaltung in diesem Jahr realisieren will, rückt er mit einem riesigen Plan an. Jede einzelne Maßnahme ist penibel aufgeführt. Er kann nachschauen, in welchem Zeitrahmen das Projekt ansteht, wie viel Geld wann investiert werden muss.

Und es sind beileibe nicht nur die Großprojekte wie die Fertigstellung des erweiterten Papiermuseums, die neue Feuerwache oder der Beginn der Sanierung der Rurtalhalle in Lendersdorf, die für den Gebäudemanager eine Herausforderung darstellen.

Knapp 10,5 Millionen Euro stehen im Haushalt der Stadt für 2017 bereit. Damit wolle der Gebäudemanager beispielsweise die dringend notwendige Sanierung der naturwissenschaftlichen Räume im Burgau-Gymnasium in Angriff nehmen. Parallel arbeitet die Stadt noch an zwei weiteren Schulprojekten: der Sanierung der Turnhalle am Rurtalgymnasium und dem Erweiterungsbau der Anne-Frank-Gesamtschule.

Was wird aus der RTG-Turnhalle?

Im Januar 2016 hatte die Stadt ungeplant 19 Turnhallen schließen müssen, um die Deckenkonstruktionen zu überprüfen und notfalls zu sanieren. Das konnte abgearbeitet werden, zwei Baustellen gibt es aber immer noch: die Turnhalle an der Grundschule in Derichsweiler und eben die am Rurtalgymnasium. Derichsweiler solle Ende Februar wieder zur Verfügung stehen.

Bei der Turnhalle am RTG zuckt Harperscheidt mit der Schulter. Dort ist die Decke zwar inzwischen saniert, aber das Problem ist schwerwiegender. „Wir werden hier die Elektroinstallationen teilweise neu machen müssen, zudem entspricht der Boden nicht mehr der aktuellen DIN-Norm. Da besteht die Gefahr von Verletzungen. Auch wir als Kommune haben für solche Gebäude keinen Bestandsschutz. Wenn ein Problem erkannt ist, müssen wir handeln.“ Zudem gibt es eine Schadstoffbelastung.

550.000 Euro, schätzt Harperscheidt, sind nötig, um die Halle zu sanieren. Das Geld wäre nicht einmal das Problem. Mit dem neuen Förderprogramm „Gute Schule 2020“ des Landes ließe sich diese Maßnahme finanzieren. Für Harperscheidt stellt sich eher ein anderes Problem: „Geld in diese Halle zu stecken lohnt sich nur dann, wenn man sie langfristig benötigt. Diese Frage muss die Politik erst beantworten.“ Seit einem Dreivierteljahr ruhen deshalb die Arbeiten.

Ganz ohne Fragezeichen kann das Amt für Gebäudemanagement hingegen den Neu- und Erweiterungsbau für die Anne-Frank-Gesamtschule in Angriff nehmen. Sieben bis acht Millionen Euro wird die Stadt in den nächsten drei Jahren aufwenden müssen, um die Schule an einem Standort zusammenzuführen und die Container und die Gebäude in Modulbauweise zu ersetzen.

In 2017 stehen dafür 300.000 Euro für die Entwurfsplanung bereit. Der Spatenstich solle 2018 erfolgen. Harperscheidt visiert eine Fertigstellung im Jahr 2020 an. Abstriche muss die Stadt an anderer Stelle machen. So waren in 2017 die Sanierung des Lehrschwimmbeckens in Merken und der naturwissenschaftlichen Räume des Gymnasiums am Wirteltor eingeplant. Harperscheidt: „Das können wir in diesem Jahr nicht stemmen.“ Aufgeschoben ist allerdings nicht aufgehoben.

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