Ehrenamtler bewältigen viele Krisen

Von: Bruno Elberfeld
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Bürgermeister Paul Larue (6.v.l.) ehrte im Foyer des Rathauses verdiente Frauen, Männer und Gruppen. Foto: Bruno Elberfeld

Düren. Nach drei Jahren Evakuierung wegen Umbauarbeiten fand jetzt der „Tag des Ehrenamtes“ wieder im Foyer des Rathauses statt. Bürgermeister Paul Larue (CDU) zeichnete sieben Einzelpersonen und zwei Gruppen aus, die sich in den vergangenen Jahren um die Belange der Stadt Düren verdient gemacht hatten.

Mit festlicher, teils lustiger Musik – denn es war, wie Chorleiterin Martina Schütz-Berg feststellte, ja ein durchaus fröhlicher Anlass – lockerte der Seniorenchor der Pfarre St. Lukas die Festlichkeit auf.

Paul Larue blickte bei seiner Begrüßung etwa 2000 Jahre in die Vergangenheit zurück. Bei Ausgrabungen zur neuen „B 56 neu“ waren unter anderem römische Grabsteine gefunden worden, auf denen die Verdienste der Verstorbenen eingeritzt waren. Dem Verstorbenen zur Ehre hatte man im Rahmen des „Cursus Honorum“ (Ehrenämter) jedes seiner ehrenamtlichen Tätigkeiten mit aufs Grab gegeben.

„Im Sprung in die Jetzt-Zeit“ sieht Larue gute Anzeichen dafür, dass das Ehrenamt auch in Düren nicht aus der Mode kommt. Bei einer Online-Befragung in Düren antworteten weit über 30 Prozent der Jugendlichen, sich für ihren Verein im Stadtteil, für eine Religionsgemeinschaft und vieles mehr einzusetzen.

Larue rief den Männern und Frauen im Rathaus zu: „Jawohl, wir schaffen das! Mit unseren Ehrenamtlern bewältigen wir viele Krisen!“

Larue ehrte zunächst fünf Einzelpersonen und ein Ehepaar. Käthe Becker ist als „Allzweckwaffe“ in Hoven unterwegs. Das Ehepaar Lieselotte und Günter von Ameln ist mit seinen vielen Tätigkeiten nicht aus dem Grüngürtel wegzudenken. Joseph Winthagen ist fast täglich im Stadtmuseum anzutreffen. Der Rölsdorfer schenkte der Stadt ein selbst gebasteltes Modell, Düren im Jahr 1634.

Heinz Josef Welsch ist auch bekannt als „Mister Mariaweiler“. Seit Jahrzehnten wirkt er in nahezu allen Vereinen mit.

Merken ist das Hobby von Hans-Günter Berg. Seit zehn Jahren engagiert er sich für den Dorfentwicklungsplan.

Franz Juntersdorf nannte Larue einen Mann der ersten Stunde in Düren. Nach der Stunde Null hat er sich für den Wiederaufbau Dürens und besonders der Marienkirche eingesetzt.

Im „Team der Hausaufgabenhilfe“ im Thomas-Morus-Haus kümmern sich Margarete Gierling, Annegret Goos, Marion Meyer, Dorith Groß, Margret Hempsch, Marie-Luise Wichmann, Ria Lock, Lucie Zolk, Ute Schumacher-Patberg, Magdalena Jaschkewitz und Gertrud Beckmann um Flüchtlingskinder, geben ihnen Deutschunterricht und begleiten sie auf dem Weg in die Integration.

Zum „Team der Ratsstraße“ Gürzenich zählen Hans-Peter Iven, Rolf Lichter, Hubert Peschutter und Gerd Dittrich. Seit 2005 setzt sich das Team, so der Bürgermeister, als „Task Force“ für seinen Stadtteil ein. Die Vier sind überall da anzutreffen, wo es Anpacken heißt. Zurzeit sind sie verstärkt in der Flüchtlingshilfe im Gürzenicher Wald unterwegs.

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