Ehrenamt: Sie fragen, was sie für die Stadt tun können

Von: Bruno Elberfeld
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Bürgermeisterin Margit Göckemeyer lobte die Ehrenamtler Bernd Johnen, Jürgen Keller, Helmut Wollseifen, Heinz Berretz, Franz-Josef Gunczi, Ulrich Laube und Josef Weidenhaupt (von links). Foto: Bruno Elberfeld

Nideggen. Es gibt zum Glück zunehmend viele Menschen, die sich ehrenamtlich für das Gemeinwohl einsetzen. In Nideggen gibt es dafür viele schöne Beispiele.

Da haben Walter Neidhöfer und Heinz Berretz sechs Schutzhütten repariert und zwei Brunnen, aus denen vor vielen Jahrzehnten noch Wasser geschöpft wurde, vor dem Verfall gerettet. Die Instandsetzung der Marienkapelle gehört auch zur langen Liste der vielfältigen Aktionen. Das Ehrenmal am Eisernen Kreuz haben die Männer ebenfalls restauriert, 30 Bänke repariert und einige Aussichtpunkte mit Bänken und Tischen neu geschaffen.

Engagierte Arbeit

Walter Neidhöfer hat mittlerweile ein hohes Alter erreicht und muss auch im eigenen Haus nach dem Rechten schauen. Für ihn springt seit einiger Zeit Ulrich Laube ein. Er und Heinz Berretz haben unter anderem den unteren Kurpark, jetzt Skulpturenpark, gerodet, so dass man auf den Bänken wieder den freien Blick auf die Burg genießen kann. Ulrich Laube zeichnet auch für die Instandhaltung einiger Beete am Zülpicher Tor verantwortlich.

Heinz-Josef Weidenhaupt und Jürgen Keller kümmern sich um die große Anlage am Professor-Lennarz-Weg unterhalb des alten Friedhofs an der Kirche. Das Kriegerdenkmal haben sie von Sträuchern und Bäumen befreit. Bruchsteine und Schrift sind wieder sichtbar. Auf ihr Konto geht die Reinigung des alten Kreisverkehrs, des Thumer Wegs, der Straße zwischen Nideggen und Berg, des Abhangs am Eifeler Platz und die Jülicher Mauer.

Zu ihnen gesellt hat sich seit einiger Zeit Franz-Josef „Büb“ Gunczi, dem sein Wohnort ebenfalls sehr am Herzen liegt.

Und dann gibt es noch Einzelkämpfer, die still vor sich hin werkeln. Manfred Schäfer hält die Blumenbeete am großen Parkplatz am Zülpicher Tor in Ordnung. „Das ist eine Selbstverständlichkeit. Da möchte ich kein Spiel drum machen“, wiegelt er die Lobeshymne ab.

Helmut Wollseifen, seiner Profession nach Schreiner, hat die Bänke am Bewersgraben erneuert und gestrichen. Ungeduldig wartet er zurzeit auf die nächste Materiallieferung von der Stadt Nideggen, damit er weiter machen kann. Wenn die beiden neuen Kreisverkehre in Nideggen fertig sind, ist der „Johann Johnen Park“ wieder besser einzusehen. Vor vielen Jahren hat Johann Johnen der Stadt das Stück am Abendener Weg an der Kreuzung geschenkt. In den letzten Jahren war der kleine Park mit der Bank oft von Unkraut überwuchert. Seit anderthalb Jahren wird die Grünanlage von Bernd „Sir“ Johnen, dem Sohn des Johann Johnen, auf Vordermann gebracht.

Bürgermeisterin Margit Göckemeyer ist froh, dass es diese Männer gibt, die – nach einem abgewandelten Kennedywort – nicht danach fragen, was die Stadt für sie tun kann, sondern was sie für die Stadt tun können. „Das sind Menschen, die sich mit ihrer Heimatstadt identifizieren und sich verantwortlich fühlen“, lobte die Leiterin der Stadtverwaltung die Männer. „Ich habe große Achtung vor ihnen.“

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