Ehrenamt: 45 Nideggener für ihr Engagement ausgezeichnet

Von: Bruno Elberfeld
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In fröhlicher Runde feierten die Nideggener Ehrenamtler ihren Ehrenamtstag. Foto: bel

Nideggen. Es war etwas zum Schmunzeln, das Gedicht, das Franz-Josef Brandenburg am Ende der Laudatio von Bürgermeisterin Margit Göckemeyer vorlas: „Willst Du froh und glücklich leben, lass keine Ehrenamt Dir geben!“

Das Gedicht ist eine sechsstrophige Satire, nicht so ganz ernst gemeint. Wilhelm Busch, oder wer immer die Verse geschrieben hat – man weiß es nicht so genau – hat seinen Nachbarn „aufs Maul geschaut“ und seine dichterischen Schlüsse daraus gezogen.

Doch die etwa 45 Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler, die Margit Göckemeyer, Bürgermeisterin der Stadt, an diesem Tag auszeichnete, schienen überhaupt nicht wie der große Humorist Wilhelm Busch zu empfinden. In fröhlicher Runde, mit wechselnden Netzwerken, verlebten sie bei Speis und Trank einen gemütlichen Abend, lernten neue Leute kennen und erweiterten so ihren Kenntnisstand in Bezug auf ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger. Göckemeyer erklärte, warum die Stadt Nideggen ihre Ehrenamtler nicht so auszeichnet wie benachbarte Gemeinden.

Keine sichtbaren Ehrenzeichen

Es gehe nicht so sehr um sichtbare Ehrenzeichen, die man nach Hause tragen könne, so Göckemeyer. „Wir möchten vielmehr, dass Menschen auf gleichgesinnte Menschen treffen“, sagte die Bürgermeisterin, „und sich mit ihnen in froher Runde austauschen.“ Schon vor Jahren hätten Ehrenamtler beklagt, dass durch die Zeremonie der Einzelehrung viel Zeit verloren gehe, die man für einen kreativen Gedankenaustausch hätte nutzen können.

Ohne Ehrenamtler – Männer und Frauen – verliere die Stadt an Vielfalt, weil eben die Menschen nicht in Erscheinung treten, die für die Gemeinschaft Verantwortung übernehmen, eröffnete Göckemeyer ihre Rede.

Für die Stadt selbst, schloss Göckemeyer die allgemeine Einleitung, sehe sie „Licht am Ende des Tunnels, denn Nideggen stehe nach den Kapriolen in der Vergangenheit wieder auf finanziell festen Füßen“.

Geehrt wurden – wie jedes Jahr – Menschen, die sich in Sportvereinen engagieren, unter ihnen die Rentnerband aus Berg, die sich um die Sauberkeit des Ortes Sorgen macht, oder der Einzelkämpfer Bernd Johnen, genannt „Sir“, nach den Worten Göckemeyers ein „Unikum“ von Nideggen. Da muss im Bücherschrank für Ordnung gesorgt werden. Die „Wunderkiste“ am Parkplatz vor dem Skulpturengarten wird zurzeit nicht mehr als Müllcontainer benutzt, seitdem ihn einige Frauen regelmäßig kontrollieren.

Viele Vereine engagieren sich

Göckemeyer erwähnte die Feuerwehr, den Heimat- und Geschichtsverein, den Kunst- und Museumsverein, die KG Berger Grieläächer, die Jugendarbeit in den vielen Sportvereinen, das „Soziale Netzwerk“, das sich zurzeit aktiv um die Sozialisation von Flüchtlingen kümmert, die Aktiven rund um den „Schmidter Randaleball“. Die Bürgermeisterin dankte auch dem Vorstand des „Fördervereins Embkener Lehrschwimmbecken“, dem der Erhalt der Schwimmanlage zu verdanken sei. Alle Ehrenamtler konnte Margit Göckemeyer nicht namentlich erwähnen, weil das den zeitlichen Rahmen gesprengt hätte.

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