Eggersheimer Laiendarsteller bringen „Ne Ratsch em Kappes“

Von: Bruno Elberfeld
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Ludwiga Frau von Silberstein demonstriert mit ihrem Sohn Heinz-Harald, wie der brutale Amtsdiener Sepp ihrem Hündchen einen Tritt in den Allerwertesten gegeben hat. Foto: Bruno Elberfeld

Eggersheim. Die Folgen hatte Franz Kübele, Bürgermeister einer ländlichen Idylle, nicht vorhergesehen. Bei dem Versuch, die Kirchturmglocken eigenhändig abzuhängen, wehrt sich eine Glocke und der Bürgermeister erhält einen Schlag auf seinen Kopf. Die letzten fünf Jahre seiner Amtszeit als erster Bürger des Ortes sind ausgelöscht. Da klafft fortan eine Gedächtnislücke, für das Eggersheimer Publikum in „Ne Ratsch em Kappes“ übersetzt.

Aus 17 möglichen Stücken hatten die Laiendarsteller diesen Schwank von Bernd Gombold ausgewählt. Und die Reaktionen des Publikums dokumentierten, dass die Entscheidung richtig war. Von der ersten bis zur letzten Szene war der Bürgersaal von Dauergelächter durchdrungen.

Um was geht es? Bürgermeister Franz Kübele (Siegfried Will) muss einiges ertragen. Zuerst muss er die Vorwürfe seiner Gattin Helene (Ingeburg Radermacher) wegen seines wenig passablen Outfits nach einer durchzechten Nacht über sich ergehen lassen. Seine Angetraute nimmt ihm übel, dass er ihren Hochzeitstag vergessen hat und – Rache ist süß – kauft auf einer „Shopping-Tour“ für über 500 Euro Klamotten.

Probleme über Probleme

In seiner Amtsstube sitzen seine Sekretärin Hannelore (Marion Breuer), die ihrem Chef nach Bedarf die verschiedensten Pillen einwirft, und der gerissene Amtsdiener Sepp (Erik), der nichts auslässt, um an Schnaps zu kommen, die Leute hinter‘s Licht zu führen und Gerüchte in die Welt zu setzen.

Am Nervenkostüm von Kübele zerrt Frau Ludwiga von Silberstein (Sigrid Feistle), in ihrem Schatten Ödipussi Heinz-Harald von Silberstein (Tobias Vrinssen), die in regelmäßige Abständen die Amtsstube frequentiert und sich über Lärmquellen beschwert: die Kirchturmglocken, den krähenden Hahn und das Proben der Blaskapelle.

Probleme über Probleme. Wie verbietet man aber einem Hahn, auf dem Mist zu krähen, zumal ein guter Freund des Amtsinhabers, Anton (Jochen Knipprath), Vorsitzender des Kleintierzuchtvereins, auch noch Leiter der Blaskapelle ist? Da sind die Kirchenglocken, glaubt Kübele, schneller zu „beruhigen“. Amtsdiener Sepp nutzt die Lage des Bürgermeisters weidlich aus, die Sekretärin trägt sich mit Heiratsabsichten.

Auf der Suche nach Liebe

Stammgast Professor Gottlieb Schippenstein (Adi Heimbach) ist auf der Suche nach seiner großen Liebe und Rosalinde Schneckenberger (Simone Spitzley-Lenzen), heiratswillig bis ins letzte Knopfloch, sowie die Dorfklatschbase Emma (Irene Weber) tragen zur großen Verwirrung in der Amtsstube bei.

Spielleiterin Gabriele Panzer bedankte sich bei der Begrüßung für die Arbeit der Helfer, ohne die die sechs Aufführungen nicht möglich gewesen wären.

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