Echo-Klassik-Preisträger in der Annakirche zu Gast

Von: gn
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Willi Kronenberg (l.) spielte die Klaisorgel und Karla Schröter die Barockoboe. Foto: Neulen

Düren. Ein abendliches Angebot von Jazz, Tango und Barockmusik hatte Düren am Samstag zu bieten. Bei strömendem Regen retteten sich Jazzfreunde unter Bierzelte, Tangotänzer ins Papst-Johannes-Haus und die Annakirche. Dort waren genug trockene Plätze für die Schar der Klassikliebhaber.

Hans-Josef Loevenich betonte in seiner Begrüßung stolz, wie selten man zweifache Echo-Klassik-Preisträger zu Gast habe: Professorin Karla Schröter (Barockoboe) und Willi Kronenberg (Orgel) vom Kölner Ensemble Concert Royal. Deren Auszeichnungen und Aufführungserfolge haben sie weltweit zu mehr als 100 Konzerten an historischen Orgeln des 17. bis 19. Jahrhunderts geführt.

Kronenberg lobte nach dem Konzert die neue Klaisorgel, die mit vielen Farben und Registern den historischen Maßstäben entspreche. Schröter zeigte interessierten Zuhörern die Besonderheiten ihrer Barockoboe. Deren Klang schmiegte sich im Konzert geschwisterlich weich an die passenden Orgelregister an.

„Musik aus sächsischen Schlosskirchen“ erwies sich als ein sehr kurzweiliges Programm. Denn die Schüler von Johann Sebastian Bach, von dem beispielhaft nur Praeludium und Fuge g-Moll BWV 535 für Orgel solo gespielt wurde, hatten kontrastreich kurze Stücke komponiert. Deren abwechslungsreich getönte Dynamik und Registervielfalt stammte von den Barockmeistern Johann Ludwig Krebs, Gottfried August Homilius, Johann Wilhelm Hertel, Christian Gotthilf Tag und Gotthilf Friedrich Ebhardt, dessen trostvolle Choralmelodie schon in die Romantik ragt.

Dazwischen brillierte Kronenberg mit den vielen Umspielungen des Hauptthemas von Johann Gottfried Müthels Fantasie Es-Dur und von Johann Ludwig Krebs mit der Fantasia a gusto italiano. Für die Hörer anregend wirkten auch die wiedererkannten Choralmelodien wie „Wachet auf“ und „Nun danket alle Gott“. Professionell bezeichnend war, dass nach starkem Applaus und Blumengaben die gewählte Zugabe fast am schönsten klang; der 2. Satz der Partita d-Moll von Johann Wilhelm Hertel.

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