Düren - EC-Kartenprobleme: „Alles nicht zu sehr aufbauschen”

EC-Kartenprobleme: „Alles nicht zu sehr aufbauschen”

Von: val
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Karte rein, Geld raus: Herbert Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Düren, sieht die meisten EC-Kartenprobleme beseitigt. Foto: Vallata

Düren. Dieser Tage ist die Bundesrepublik Deutschland in heller Aufregung, könnte man meinen. Es geht ums liebe Geld. Und der Teufel steckt im Detail: Die französische Firma Gemalto hat Chips auf den EC- und Kreditkarten deutscher Bankkunden mit einer fehlerhaften Software programmiert.

Die Folge: An Bankautomaten und Bezahlterminals kommt es seit dem Jahreswechsel zu bösen Überraschungen. Nichts geht mehr. Oder doch?

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Düren, Prof. Dr. Herbert Schmidt, sagt: „So, wie das Thema im Moment an jeder Ecke diskutiert wird, haben wir das Gott sei Dank nicht erleben müssen.” Alle Bankautomaten hätten nach dem Auftreten des Problems wieder „recht zügig” ihren Dienst getan.

Denn neben dem Chip verfüge jede Bankkarte auch noch über einen Magnetstreifen mit entsprechenden Kundendaten, der eine Zahlung ebenfalls gewährleiste. Auf diesen griffen die Automaten selbstständig zurück. Seit Freitag funktionierten auch die Terminals in den Geschäften wieder zu hundert Prozent. „Man darf das alles nicht zu sehr aufbauschen”, findet Schmidt.

Auch die Dürener Geschäftswelt sieht bis dato keinen Grund zur Klage. Eine Umfrage der DZ hat ergeben, dass der elektronische Zahlungsverkehr in den Geschäften während der vergangenen Tagen nicht gehakt hat. IG-City-Chef Rainer Guthausen sprach von einem reibungslosen Verlauf. Auch an Tankstellen verursachte der Einsatz der EC-Karten keine Probleme.

Nach Angaben der Sparkasse Düren sind ohnehin nicht alle Karten von dem Softwarefehler betroffen: Bei Kreditkarten, die als Beginn der Gültigkeit den Vermerk 03/09 aufweisen, bestünden keine Probleme. Bei den sogenannten Sparkassencards seien all jene mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit fehlerfrei, die bis Dezember 2013 (12/13) gültig sind.

Im Ausland allerdings würden die betroffenen deutschen Karten aufgrund anderer technischer Konfigurationen der Lesegeräte weiterhin nur eingeschränkt funktionieren, warnt die Sparkasse. Daher bittet sie Kunden, die demnächst in Urlaub fahren, Kontakt mit ihrem Sparkassenberater aufzunehmen. Zudem ist eine Hotline freigeschaltet unter Tel. 02421/127444444.

Um den Softwarefehler endgültig zu beseitigen, müssen die betroffenen Karten neu programmiert werden. Dies könne vor Ort in der Sparkasse geschehen, weiß Schmidt. Entsprechende Pläne seien bereits in Vorbereitung. Kunden sollen keine Kosten entstehen. Weil: „Jeder Kunde hat Anspruch auf eine funktionierende Karte.”
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