Eberhard Hess gibt die B 56n nicht auf

Von: Franz Sistemich
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Eberhard Hess fordert immer wi
Eberhard Hess fordert immer wieder und mit Nachdruck den Bau der B 56n.

Düren. Das Sternzeichen von Eberhard Hess ist der Steinbock. Ein unter diesem Sternzeichen geborener Mensch gilt als jemand, der erst zur Ruhe kommt, wenn er sein Ziel erreicht hat. Der Dürener Unternehmer hat eines seiner Ziele noch nicht erreicht, aber: „Ich gehe konsequent meinem Weg.”

Auch wenn die Aufgabe aussichtslos erscheint, ein Steinbock stellt sich der Herausforderung. In diesem Fall heißt sie: Bau der B 56n. Diese Herausforderung besteht seit über drei Jahrzehnten.

In der Stadt Düren sind die gelben Schilder nicht zu übersehen. Egal aus welcher Himmelsrichtung der Verkehrsteilnehmer in die Kreisstadt fährt oder sie wieder verlässt - fast 450 größere oder kleinere Schilder und Transparente machen deutlich: „Lärm, Gestank und Abgase sind genug. Wir fordern den sofortigen Bau der Umgehungsstraße im Osten der Stadt.” So lautet auch die klare Aussage von Eberhard Hess.

Die Planspiele, den innerstädtischen Verkehr zu reduzieren, damit die Belastungen für die Anwohner ebenfalls zurückzufahren, sind alt. 1977 beispielsweise sprach sich der Dürener Stadtrat für den Bau der Autobahn 56 aus.

Das Teilstück, das den Bereich östlich der Kreisstadt betraf, sollte von einem Autobahnkreuz an der A 4 zwischen Arnoldsweiler und Düren verlaufen, dann südlich oder östlich von Merzenich an Binsfeld vorbei Richtung Euskirchen weitergeführt werden. Brückenbauwerke sind heute noch zu sehen. Beispielsweise an der Autobahnauffahrt Jülich-West und im Euskirchener Raum. Die Überlegungen scheiterten. Der Widerstand auch aus der Bürgerschaft war zu groß.

„Wenn es damals nicht diesen Widerstand gegeben hätte, hätten wir heute die innerstädtischen Verkehrsprobleme nicht”, ist Hess überzeugt. Von seinem Büro aus kann er jeden Tag den Blick auf einen dieser neuralgischen Problempunkte werfen: Schoellerstraße, Eisenbahnbrücke. Und wäre es zum Bau der A 56 oder der B 56n gekommen: „Auch die Menschen in Arnoldsweiler hätten weniger Probleme mit Pkw- und Schwerlastverkehr”, ist sich Hess sicher.

Doch gerade in diesem Ort, erinnert sich der Unternehmer, war Ende der 70er und zu Beginn der 80er Jahre der Widerstand gegen die Autobahn und die B 56n groß.

Der Christdemokrat kämpfte unverdrossen - auch als Vorsitzender des Verkehrsausschusses des Rates der Stadt Düren - um die Stadtumgehung im Osten und auch für andere Dürener Entlastungsstraßen. Hess, der sich offen als Freund des Autos bekennt („Dafür bin ich verschrieen.”), sammelte mit Mitstreitern Tausende von Unterschriften, wandte sich an Minister in Bund und Land für den Bau von Umgehungsstraßen.

Auch stellte er schon 1994 Transparente auf seinem Firmengelände auf. Notgedrungen an seiner Firma, weil die Stadt verlangte, die Schilder vom Friedrich-Ebert-Platz, dem Kreisverkehr, zu entfernen.

17 Jahre später griff Hess mit anderen Befürwortern der B 56n wieder zum Protestmittel Schilder und Transparente: „Es musste wieder was passieren”, sagte Hess vor dem Hintergrund von 30 000 Fahrzeugen, die über die Schoeller-straße fahren, und der Vielzahl von Lkw, die besonders im Bereich der Euskirchener Straße vom Kreisverkehr bis zur Oststraße die Luft beträchtlich über die Grenzwerte hinaus verschmutzen.

„Eigentlich müsste alle paar Tage eine Aktion gestartet werden, um der Forderung nach dem Bau der B 56n Nachdruck zu verleihen.” Zunächst haben aber die Richter des Oberverwaltungsgerichtes in Münster das Wort.

Ein Dürener Bürger hat gegen den Planfeststellungsbeschluss geklagt. Diese Klage hat aufschiebende Wirkung. Hess und die anderen Befürworter müssen also weiter auf den Bau der Ostumgehung warten - wie die Bewohner an der stark belasteten Schoeller-straße und der Euskirchener Straße. Aber: „Als Steinbock bin ich sehr beharrlich”, lässt sich Eberhard Hess nicht unterkriegen.

Noch Plätze frei bei Talk im Bus zur B 56n

Wer kurzfristig am Montag an unserer Talk-im-Bus-Veranstaltung zur Verkehrssituation in Düren teilnehmen möchte, kann dies tun. Einige Plätze sind noch frei. Ein Anruf in der Redaktion genügt: Telefon 02421/2259131.

Die Fahrt beginnt um 17 Uhr (Treffen 16.45 Uhr) auf dem Betriebsgelände der DKB an der Kölner Landstraße 271 in Düren. Ende ist um 21 Uhr.
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