Ebenbürtiger Dreiklang für einen großen Mann

Von: gkli
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Zu Ehren des Schriftstellers Dieter Kühn lädt die Stadt Düren ins Leopold-Hoesch-Museum ein. Foto: dpa

Düren. Er galt als sympathisch, weltoffen, neugierig, jugendlich, witzig, unglaublich wissend und sehr akkurat: der Schriftsteller Dieter Kühn. Der bekannte Literat verstarb im vergangenen Jahr im Alter von 80 Jahren.

Schreiben auf der Zeitachse

1949 legte er am Stiftischen Gymnasium in Düren das Abitur ab, später lebte er in Köln. Zu Ehren des berühmten und unvergessenen Mannes wird es am Dienstag, 15. März, ab 19.30 Uhr im Leopold-Hoesch-Museum eine Veranstaltung der Stadt Düren geben, die den Titel „Schreiben auf der Zeitachse“ trägt.

Einer der Hauptinitiatoren ist der Dürener Germanist und Kühn-Fachmann Dr. Achim Jaeger, der Dieter Kühn mehrfach erleben durfte. Jaeger: „Zum ersten Mal bin ich ihm an der Uni begegnet. Er war Gastdozent und ich Student. Später traf ich ihn im Heinrich-Böll-Haus in Langenbroich wieder. Immer war ich tief beeindruckt.“

Zwischen Leser und Materie

Dürens Bürgermeister Paul Larue (CDU) wusste während der Vorstellung der Veranstaltung zu berichten, dass Dieter Kühn für die FDP Ende der 1960er Jahre im Dürener Stadtrat aktiv war. „Alle, die ihn kannten und die sein umfassendes Werk lieben, sagen: ‚Dieter Kühn schafft eine Nähe zwischen Leser und Materie, die ist einfach völlig verblüffend und gut‘.“

Die Veranstaltung „Schreiben auf der Zeitachse“ soll einen Einblick in das Leben und das Werk des Autors geben.

Exemplarisch werden Texte ausgesucht. So werden Passagen aus dem ersten Kühn-Roman „N“ gelesen. „N“ beschäftigt sich mit Napoleon. Für diese Figur werden verschiedene Lebensmodelle entworfen. Was wäre gewesen, wenn Napoleon beispielsweise Pfarrer geworden wäre?

Auch wird aus der Biografie „Ich Wolkenstein“ vorgetragen sowie aus den autobiografischen Büchern „Das Magische Auge“ und „Die siebte Woge“. Schauspieler Bernt Hahn, ein Freund von Dieter Kühn, wird die Texte lesen. Für die musikalische Gestaltung werden die Weltklassemusiker Lars Vogt (Piano) und Anna Reszniak (Violine) sorgen. Jaeger wird einführende Worte sprechen, ebenso wird Dr. Lorenz Peter Johannsen, ein Freund von Dieter Kühn, Erinnerungen weitergeben.

Auf diese Weise hoffen die Veranstalter, dem großartigen Schriftsteller, Kunst- und Musikliebhaber Dieter Kühn einen ebenbürtigen Dreiklang bestehend aus Text, Musik und Kunst zur Erinnerung schaffen zu können.

Da es für „Schreiben auf der Zeitachse“ am 15. März im Museum nur eine begrenzte Anzahl von Plätzen gibt, wird um Anmeldung gebeten unter Telefon 02421/251317 oder Telefon 02421/252525.

Karten gibt es an der Theaterkasse im Haus der Stadt und an der Kulturtheke im Bürgerbüro am Markt 2 in Düren. Der Eintritt ist dank finanzieller Unterstützung der Sparkasse Düren frei, Einlass ist ab 19 Uhr.

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