DZ-Sommertour: Tiefe Einblicke in den Tagebau

Von: Jörg Abels
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Auf Tuchfühlung zu einem der größten Schaufelradbagger der Welt: Die erste Etappe der DZ-Sommertour führt tief in den Tagebau Hambach, wenn es das Wetter zulässt geht‘s zum Braunkohlenbagger in 370 Metern Tiefe. Foto: Abels

Düren. Einmal einen der größten Schaufelradbagger der Welt im Tagebau Hambach oder den Eurofighter, das modernste Kampfflugzeug der Luftwaffe, auf dem Fliegerhorst Nörvenich aus nächster Nähe erleben. Einmal durch den Kontrollgang der Staumauer der Rurtalsperre gehen oder einen intimen Blick hinter die Kulissen der Annakirmes werfen.

Einmal hautnah erleben, wie bei der Firma Schoellershammer aus Altpapier neuer Rohstoff für die Wellpappenproduktion entsteht: Die DZ-Sommertour bietet auch in diesem Jahr wieder interessante und vor allem exklusive Einblicke hinter Türen und Schranken, die für Außenstehende in der Regel verschlossen bleiben

Die erste Etappe führt am Mittwoch, 9. Juli, in den Tagebau Hambach. Unter seinem 85 Quadratkilometer großen Abbaufeld lagern rund 2,5 Milliarden Tonnen Braunkohle, die noch bis ins Jahr 2045 aus bis zu 450 Metern Tiefe abgebaut werden sollen, um die Energieversorgung in Deutschland auch in den Zeiten zu sichern, in denen Erneuerbarere Energien nicht zur Verfügung stehen – nachts und an sonnen- und windarmen Tagen. Matthias Hartung, Vorstandsvorsitzender des Tagebaubetreibers RWE Power, machte erst vor kurzem noch deutlich, dass die im Tagebau Hambach geförderte Braunkohle, jährlich immerhin bis zu 45 Millionen Tonnen, rund 40 Prozent der Stromversorgung in NRW sichere.

Im Mittelpunkt der Tour stehen diesmal Kohleförderung und Abtransport. Nach einer kurzen Einführung ist – wenn es das Wetter zulässt und je nachdem welches Großgerät gerade läuft – eine Fahrt in den aktuell rund 370 Meter tiefen Tagebau geplant. Es geht zu einem der riesigen Schaufelradbagger, die täglich 240.000 Tonnen Kohle fördern – genug, um ein Fußballstadion 30 Meter hoch zuzuschütten. Nur wer schon einmal vor einem der stählernen Riesen gestanden hat, kann sich einen Eindruck von den Dimensionen machen: Die größten Schaufelradbagger der Welt sind 220 Meter lang, 96 Meter hoch und 13.500 Tonnen schwer. Anschließend geht die Fahrt in den Kohlebunker des Tagebaus, wo die geförderte Braunkohle in die Züge der RWE-eigenen Hambachbahn verladen wird, die rund um die Uhr die Kraftwerke und Veredelungsbetriebe im Rhein-Erft-Kreis versorgen.

Erst vor wenigen Wochen hat RWE Power die neue Trasse der Hambachbahn offiziell in Betrieb genommen, ein 15 Kilometer langer Streckenabschnitt, der für rund 130 Millionen Euro neu gebaut wurde. Auch dieses Projekt wird während der Tour ausgiebig vorgestellt und erläutert.

Während der rund dreistündigen Tour durch den Tagebau Hambach stehen Experten von RWE Power Rede und Antwort. Auch kritische Aspekte, die zweifelsohne mit einem Tagebaubetrieb verbunden sind, werden nicht ausgeblendet. Auch kritische Fragen zu Themen wie dem Staubaustrag, der Grundwasserabsenkung oder zur Umsiedlung werden beantwortet.

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