DZ-Sommertour führt in den Tagebau Hambach

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Wer einmal einen der größten Schaufelradbagger der Welt erleben will, ist auf der 2. Etappe der DZ-Sommertour genau richtig. Foto: Abels

Niederzier. Der Eingriff in die Natur ist gewaltig. Damit im Tagebau Hambach jährlich rund 40 Millionen Tonnen Braunkohle gewonnen werden können, muss erst einmal sechsmal so viel Abraum bewegt werden – allein im vergangenen Jahr waren es rund 250 Millionen Kubikmeter, die auf der bereits ausgekohlten Seite des Tagebaus wieder verkippt werden.

Weithin sichtbares Markenzeichen des Tagebaus ist die Sophienhöhe, ein künstlicher, bewaldeter Berg, der die Jülicher Börde um 200 Meter überragt. Seit 1978 sind auf der Sophienhöhe mehr als zehn Millionen Bäume gepflanzt worden. Zahlreiche Tier- und Pflanzenarten wie Buntspecht, Habicht, Haselmaus und Wildschwein, Orchideen, Farne, Maiglöckchen und Buschwindröschen haben auf dem rund 1400 Hektar großen Areal eine neue Heimat gefunden. Rund 100 Kilometer Wege laden zum Wandern ein.

Wenn am Freitag, 10. Juli, die 2. Etappe der DZ-Sommertour startet, steht nicht nur eine Stippvisite an einem der größten Schaufelradbagger der Welt auf dem Programm, die täglich bis zu 240.000 Tonnen Kohle oder Kubikmeter Abraum fördern – genug, um ein Fußballstadion 30 Meter hoch zuzuschütten. Auch ein intensiver Blick auf die Rekultivierungsmaßnahmen von RWE Power soll nicht fehlen.

Nach einer einleitenden Begrüßung durch Tagebauleiter Thomas Körber geht es zunächst im geländegängigen Bus hinab in das momentan bereits mehr als 370 Meter tiefe Tagebauloch. In Sichtweite eines Schaufelradbaggers stehen zunächst einmal Fragen rund um die Braunkohlegewinnung im Mittelpunkt, bevor die Fahrt raus aus dem Tagebau und rauf auf die Sophienhöhe geht.

Diplom-Biologe Ulf Dworschak wird an einzelnen Stationen auf der Sophienhöhe die Rekultivierungsgrundsätze erklären. Und natürlich wird auch er sich den Fragen der Teilnehmer stellen. Für die gesamte Tour, die am Freitag, 10. Juli, ab 9 Uhr bei jedem Wetter stattfindet, sind etwa vier Stunden eingeplant.

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