DZ-Aktion zur Bundestagswahl: Die Kandidaten stellen sich Ihren Fragen

Von: Sarah Maria Berners und Stephan Johnen
Letzte Aktualisierung:
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Wie wird das Pflegesystem der Zukunft aussehen? Werden wir genug Fachkräfte haben? Wer zahlt die Renten? Und welche Rolle spielen Zuwanderer für unsere Gesellschaft? Die DZ-Redaktion hat die drei Dürener Bundestagsabgeordneten und Experten zu einem Gespräch eingeladen, um diese Fragen zu beantworten. Auch Sie sind eingeladen, uns Ihre Fragen zu schicken. Foto: stock/Blickwinkel

Kreis Düren. Am 22. September ist Bundestagswahl. Die Plakate, die unsere Straßen säumen, setzen vor allem auf Köpfe – und markante Slogans. Mindestlohn, Mietbremse, Millionärssteuer, Kita-Plätze und Datenschutz werden aufgegriffen. Ein Thema, das unsere Region und unser Land in den kommenden Jahren unweigerlich und gravierend verändern wird, spielt in diesem Wahlkampf aber kaum eine Rolle: die demografische Entwicklung.

Und die Frage, welche Auswirkungen eine immer älter werdende Gesellschaft auf unseren Lebensstandard und unsere Zukunftsaussichten hat.

Die Statistiker rechnen vor, dass es in Deutschland bis zum Jahr 2050 acht Millionen Erwerbsfähige weniger geben wird und sich die Zahl der Rentner und Pensionäre im Gegenzug um drei Millionen erhöht. Verdoppeln dürfte sich im gleichen Zeitraum die Zahl der Pflegebedürftigen, während die Zahl der jungen Menschen im Ausbildungsalter um etwa ein Drittel sinkt. Will heißen: Die Kosten des demografischen Wandels werden auf immer weniger Köpfe verteilt, müssen von immer weniger Schultern getragen werden.

Konzepte für die Zukunft?

Doch welche Antworten auf drängende Fragen und welche Konzepte für die Zukunft haben die Politiker, die sich am 22. September im Kreis Düren zur Wahl stellen? Was kommt auf die Menschen in unserer Region zu? Welche Weichen müssen in Berlin, aber auch vor Ort gestellt werden? Wie steht es um den Versorgungsstandard der Zukunft? Wird das Sozialsystem noch zu bezahlen sein? Reicht die Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft, die immer mehr auf der Suche nach Nachwuchskräften sein wird, dazu aus? Welche Rolle spielt die Zuwanderung in diesem Zusammenhang?

Fragen gibt es viele. Antworten soll es bei der DZ-Aktion zur Bundestagswahl geben. Die DZ hat die drei Dürener Bundestagsabgeordneten Thomas Rachel (CDU), Dietmar Nietan (SPD) und Oliver Krischer (Bündnis 90/Die Grünen) zu einem Redaktionsgespräch eingeladen. Die Bundespolitiker haben jeweils einen so guten Listenplatz, dass sie aller Voraussicht nach auch nach dem 22. September wieder im Bundestag sitzen werden.

Wir wollen wissen, wie Politik aussehen muss, die über das Ende der kommenden Legislaturperiode hinaus denkt. Wir wollen wissen, welche zusätzlichen Belastungen womöglich auf die Menschen zukommen, welchen Beitrag Jung und Alt leisten können und müssen.

Doch nicht nur die Politik ergreift im Gespräch mit unserer Redaktion das Wort. Rede und Antwort stehen wird am Donnerstag, 12. September, als Experte für die Sozialpolitik auch Dirk Hucko, Geschäftsführer des Caritasverbandes für die Region Düren-Jülich. Sein Verband ist beispielsweise täglich mit der Aufgabe konfrontiert, bei der Pflege älterer Menschen den Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit und Nächstenliebe zu meistern. Peter Michels, Geschäftsführer des Mariaweiler Traditions- und Innovationsunternehmens Heimbach GmbH & Co. KG, beleuchtet die Herausforderungen des demografischen Wandels aus Sicht der Wirtschaft und spricht über die Verantwortung des Mittelstands. Als Vertreter der kommenden Generationen, die ihren Platz auf dem Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft finden müssen, nimmt auch ein Schüler an der Diskussion teil. Alle drei werden aus ihrer Sicht die Herausforderungen der Gegenwart und die Themen der Zukunft umreißen, aber auch den Politikern Wünsche und Forderungen mit auf den Weg geben.

Doch auch Sie, liebe Leser, sollen Antworten auf Ihre Fragen erhalten (siehe Infokasten). Außerdem haben wir am Runden Tisch auch für drei Leser unserer Zeitung Plätze reserviert. Wir laden Sie dazu ein, mit den Experten und den drei Kandidaten für die Bundestagswahl direkt ins Gespräch zu kommen, Ihre Fragen zu stellen und die Antworten zu diskutieren.

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