Durchgesetzt: Seniorenvertretungen können gebildet werden

Letzte Aktualisierung:
15054588.jpg
Referent Professor Werner Schönig, Berthold Becker, neuer Demografiebeauftragter der Stadt Düren, Peter Vogt, Vorsitzender des Dürener Seniorenrates, Liesel Koschorreck, stellvertretende Bürgermeisterin, Dr. Martin Theisohn (1. Reihe) von der Landesseniorenvertretung, Mitglieder des Dürener Seniorenrates und Gastgeber Hans-Joachim Thiem (rechts), Leiter des Schenkel-Schoeller-Stifts, trafen sich zum Regionalseminar.

Düren. „Mit der Änderung der Gemeindeordnung § 27a wurde ein Wunsch erfüllt, den wir seit vielen Jahren hegen“, sagt Dr. Martin Theisohn, stellvertretender Vorsitzender der Landesseniorenvertretung NRW. Diese Änderung besagt, dass die Gemeinde besondere Vertretungen, unter anderem für Senioren, bilden oder Beauftragte bestellen kann.

Wie die Senioren in den Kommunen die Kann-Option durchsetzen und politische Teilnahme nutzen können, war Gegenstand eines Regionalseminars im Schenkel-Schoeller-Stift, an dem Seniorenvertreter des Regierungsbezirkes Köln teilnahmen.

„In Düren gibt es schon lange eine feste und gut arbeitende Seniorenvertretung, optimal, so wie wir uns das wünschen“, stellte Dr. Martin Theisohn fest. Die Landesseniorenvertretung hatte mit dem Dürener Seniorenrat zu dieser Fachkonferenz des Regierungsbezirkes Köln eingeladen. Peter Vogt, Vorsitzender des Seniorenrates der Stadt Düren, stellte in seiner Begrüßung kurz den Seniorenrat in Düren vor: „Im Jahre 2000 wurde bei uns der erste Seniorenrat gewählt. Wir befinden uns jetzt in der vierten Wahlperiode, sind 25 Personen, davon 18 Männer und sieben Frauen.“

„Der Seniorenrat wird sehr ernst genommen, man kommt nicht an ihm vorbei“, bekräftigte auch Liesel Koschorreck (SPD), stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Düren, mit Blick auf die Tatsache, dass der Seniorenrat seine Sprechzimmer prominent im Eingangsbereich des Rathauses hat. Als seniorenpolitische Sprecherin im Landtag hat sie aus erster Hand die hart diskutierte Änderung der Gemeindeordnung § 27a mitbekommen. „Durch Ihr Engagement und Ihre Hartnäckigkeit haben sie die Änderung durchgesetzt“, wandte sie sich an die Zuhörer. „Jede Kommune tut gut daran, einen Seniorenrat zu bilden und zu unterstützen.“ Anschließend stellte sie den Demografiebeauftragten Berthold Becker vor, der als erster diese von der Stadt Düren neu eingerichtete Stelle innehat.

Professor Werner Schönig von der Katholischen Hochschule Köln gab mit einem Referat zum Thema „Seniorenvertretung – politische Teilhabe nutzen“ Informationen, Anregungen und Impulse für einen anschließenden Austausch der Teilnehmer in Workshops. Das rege Interesse der Seniorenvertreter am Thema zeigte sich bereits während des Referates an den vielen Fragen und Kommentaren, die zwischendurch eingebracht wurden.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert