Dürens Zukunft: „Die Logistik als Riesenchance“

Von: Jörg Abels
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Hat sich Gedanken über Düren im Jahr 2028 gemacht: Thomas Floßdorf. Foto: Abels

Düren. „Der Standort ist ideal, das Containerterminal eine Riesenchance für Düren, erster Ansprechpartner für Logistik in der Region zu werden.“ Als erster führender Christdemokrat der Stadt Düren spricht sich der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Thomas Floßdorf für das Großprojekt aus, verbunden auch mit zusätzlichen Gewerbeflächen für Logistiker in unmittelbarer Umgebung.

„Diese Chance müssen wir im Dialog mit den Menschen vor Ort angehen.“ Floßdorf ist überzeugt, dass die Belastung für die Bürger in Arnoldsweiler mit einer Ortsumgehung, aber auch einem begrünten Wall als Sicht- und Lärmschutz in Grenzen gehalten werden kann. „Wir müssen auch an die Stadt als Ganzes denken.“

Die klare Positionierung ist Teil einer umfangreichen Ideensammlung, in der Floßdorf Gedanken zur Entwicklung der Stadt bis 2028 auflistet. Sie sollen Anstoß für eine innerparteiliche Diskussion sein, aber auch einen öffentlichen Dialog anregen. Im Bestreben, die Arbeitslosenquote unter den Bundesdurchschnitt zu senken, hat die Schaffung von bis zu zehn Prozent zusätzlichen Arbeitsplätzen für den 35-Jährigen Priorität. Sie sollen in der Logistik, aber auch in der Gesundheitswirtschaft und der beruflichen Bildung entstehen. Floßdorf fordert eine Kooperation der Dürener Krankenhäuser, um Ausbildung für die Region bündeln zu können, sieht die Stadt aber auch als Kompetenzzentrum in der dualen Ausbildung mit großem Know-how im Handwerk und als idealen Standort für aus der FH Aachen herausentstehende IT-Unternehmen.

Im Kampf um die besten Fachkräfte sieht Floßdorf eine Chance in Betriebskindergärten, aber auch in einer Anpassung des ganztägigen Schulangebots an die Bedürfnisse der Eltern. Die Frage der Schulstruktur und der Zahl der Schulen lässt er derweil offen.

Um den Ruf Dürens als Kulturmetropole zu stärken, fordert Floßdorf Klasse statt Masse – zwei bis drei Highlights im Leopold-Hoesch-Museum im Jahr, die auch Touristen anlocken. Um die soll sich ein eigenes Tourismusbüro kümmern.

Um die Zahl der Einwohner gegen den Trend nicht nur stabil zu halten, sondern zu steigern, denkt Floßdorf an neue Wohngebietsformate, energieautark beispielsweise oder frei von Individualverkehr wie im Quartier Vauban in Freiburg. Die Wohnungen des Bauvereins, aber auch der Genossenschaft, müssten an den Bedarf der Gesellschaft angepasst werden, denkt Floßdorf an mehr barrierearme und -freie Wohnungen, Angebote für Singles bis hin zu Mehrgenerationenwohnen.

Floßdorf will Düren mit Elektrobussen in einem besser ausgebauten ÖPNV, aber auch mit einem regenerativ versorgten Gewerbegebiet zum ökologischen Voreiter machen, fordert neue Formate wie einen orientalischen Markt und einen Kunsthandwerkermarkt am Museum zur Stärkung des Einkaufszentrums und regt an, dass Einzelhändler dem wachsenden Internethandel mit einem gebündelten Online-Angebot, koordiniert von der CityMa, begegnen.

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