Dürens Trainer hat eine andere Sicht des Auswärtsspiels

Von: Franz Sistemich
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Wie im Hinspiel bot Dürens Außenangreifer Andrew John Nally auch in Haching eine starke Partie, konnte aber dennoch die Niederlage nicht verhindern. Foto: Franz Sistemich

Düren. Die Partie geriet zur Nebensache – zumindest aus Sicht der Verantwortlichen von Generali Haching. Deren Volleyballer hatten Mittwoch zunächst Evivo Düren besiegt. 3:0 war die Partie ausgegangen. 25:22, 28:26 und 25:22 lauteten die Sätze aus Sicht des Teams aus dem Ort vor den Toren Münchens.

Das Ergebnis des letzten Spiels der Hauptrunde war während der Pressekonferenz nicht mehr so wichtig, denn: Mihai Paduretu, der Trainer, und Manager Josef Köck teilten den Zuhörern mit, dass der geplante Runde Tisch von Wirtschaft und Politik, zu dem der Bayerische Landessportverband und Bayerns Innenminister eingeladen hatten, nicht zustande kommt.

Bekanntlich hat Hauptsponsor Generali seinen Rückzug zum Saisonende angekündigt. Eine Million Euro soll der Konzern bisher in den Verein gesteckt haben. Dieses Geld fehlt nun den Volleyballern. Auch mit Hilfe des Runden Tisches sollte Geld in Hachings leere Kasse gespült werden, doch keines der angesprochenen Unternehmen zeigte Gesprächsinteresse. Haching will dennoch weiterkämpfen, um ein Fortbestehen in der Bundesliga zu ermöglichen. Die Zeit drängt, am 1. April beginnt das Lizenzierungsverfahren.

Unbeeindruckt von der ungewissen Zukunft agierten die Hachinger Volleyballer wie in der ganzen Saison auf einem hohen Niveau. Doch dass die Gastgeber von einem einseitigen Spiel sprachen, stieß bei Dürens Trainer Michael Mücke auf Widerspruch: „Natürlich ist ein 3:0 ein anderes Ergebnis als ein 3:2, aber in allen Sätzen haben uns nur zwei oder drei Punkte gefehlt.“ Speziell in den Endphasen der Sätze trat dann doch die Überlegenheit in bestimmten Elementen zu Tage. Beispielsweise bei den Aufschlägen.

19 der Gastgeber-Aufgaben landeten im Netz oder im Aus, bei den übrigen hatten Dürens Annahmespezialisten oft Probleme. So als Düren im zweiten Satz am Gewinn des Abschnittes schnupperte: Da bretterte aber Hachings Diagonalangreifer Marien Moreau beim Stand von 26:26 zunächst ein Ass über das Netz und schließlich einen so druckvollen Aufschlag in die Dürener Hälfte, dass der Generali-Block drei Ballberührungen später keine Probleme hatte, Evivos Angriff zu blocken.

„Ich bin zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft“, zollte Michael Mücke seinen Schützlingen Respekt. Beispielsweise Jelle Hilarius. Der Niederländer vertrat Sebastian Gevert (Hüftprobleme) auf der Position des Diagonalangreifers. Elf Punkte verbuchte Hilarius, der zu den Aktiven mit weniger Einsatzzeiten gehört. „Er hat einen guten Job gemacht“, lobte Mücke. Vielleicht muss Hilarius ihn auch in den Play-off-Spielen gegen Bühl liefern.

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