Dürens „Panikpräsidenten“ spielen zum Hafenfest auf

Von: bugi
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Seltene Ehre: Die Dürener „Panikpräsidenten“ spielen am 8. Mai mit dem Udo Lindenberg-Bassisten zum Hamburger Hafenfest auf einem Segelschiff. Foto: Burkhard Giesen

Düren/Hamburg/Eschweiler. In England wäre die Queen zuständig. Sie erhebt in schöner Regelmäßigkeit Musiker in den Adelsstand – ob Elton John, Paul McCartney oder Shirley Bassey. Mangels Queen ist es in Deutschland etwas schwieriger, geadelt zu werden – aber nicht unmöglich, wie das Beispiel der Dürener Formation „Die Panikpräsidenten“ belegt.

Die Udo Lindenberg-Tributeband ist quasi von allerhöchster Stelle geadelt worden und darf jetzt in der Höhle des Löwen spielen: beim Hafenfest in Hamburg.

Schon bei den letzten Jazztagen legten die Dürener einen besonderen Auftritt hin: Als Vorgruppe von Inga Rumpf gaben sie ihr allererstes Konzert und das gleich mit niemand geringerem als Steffi Stephan, der hauptberuflich als Bassist für Udo Lindenberg tätig ist. Von diesem Gig war Stephan (der statt dem üblichen Bass die Gitarre zupfte) so angetan, dass er nun erneut mit den Panikern auftreten will: zum Hafenfest in Hamburg am 8. Mai auf einem Segelschiff.

„Steffi Stephan ist ein Musiker mit Leib und Seele. Dem tritt man natürlich erst mal mit Demut gegenüber“, erinnert sich Gitarrist Volker Pütz an die erste Begegnung. Besonderes Nervenflattern hatte zu den Jazztagen auch Kaya Erdem, der bei den Panikpräsidenten den Bass-Part von Steffi Stephan übernommen hatte. Für ihn war es deshalb besonders, weil der Original-Bassist ihm quasi auf die Finger schaute. Den Test hat Erdem mit Bravour bestanden. Aber auch für Gitarrist Volker Pütz war das ein besonderer Auftritt: „Da konnte man schon Schnappatmung bekommen.“

Die Schnappatmung könnte auch beim Konzert in Hamburg auftreten. Immerhin ist es in der Stadt an der Elbe das Fest überhaupt. Mehr als eine Million Menschen sind an drei Tagen unterwegs und die Dürener spielen quasi in der guten Stube von Lindenberg. Organisiert hat den Auftritt Veranstalter Norbert Schmitz, der das Segelschiff „Gulden Leeuw“ gechartert hat und das Rundum-Sorglos-Paket offeriert: Konzert, dreistündige Abendfahrt mit dem Segelschiff, After-Show-Party. Ein Teil der Einnahmen kommt dem Kinderhospiz „Sternenbrücke“ in Hamburg zu Gute.

Dass ein gemeinsamer Auftritt der Dürener Band, bei der zudem Thomas Bush am Keyboard steht und Susan Wainwright singt, mit dem Lindenberg-Bassisten ohne großartige vorherige Proben so gut funktioniert, dafür gibt es eine simple Erklärung: Die Panikpräsidenten spielen die Songs so originalgetreu wie möglich und damit ist Steffi Stephan natürlich bestens vertraut. Kaya Erdem bringt es auf eine einfache Formel: „Wir sprechen die gleich Sprache.“ – musikalisch und mit Sänger René Oschmann auch optisch.

Drummer Willy Rövenich ist schon seit den 1970er Jahren großer Lindenberg-Fan. Für ihn erfüllt sich mit dem Auftritt beim Hafenfest ein besonderer Traum, der nur noch getoppt werden könnte, wenn Lindenberg höchst selbst zu dem Konzert erscheinen würde. Zum Beispiel, weil sein Drummer, mit dem die Band spielt, tags drauf Geburtstag hat und man gemeinsam auf dem Schiff in diesen Geburtstag reinfeiern wird.

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